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Spielberichte 1.Männer & 1. Frauen, 06.05.2017

Schon eine Hand am Pott !

 

Halle/Zwickau – Die Oberliga-Handballerinnen des HC Burgenland haben sich für ihr großes Ziel, den Gewinn des Landespokals, eine gute Ausgangslage erarbeitet. Im Hinspiel bei der Zweiten von Union Halle-Neustadt siegte das Team von Trainer Steffen Baumgart mit 23:22 – und das, obwohl man mehrfach im Spiel mit vier Toren in Rückstand lag.

„Am Ende war der Sieg zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient. Wir haben uns heute clever angestellt“, freute sich Baumgart nach der Partie. In diese waren seine Damen zunächst weniger gut gestartet, so dass der Coach beim Stand von 1:4 gleich eine Auszeit nahm. Danach kamen die Burgenländerinnen besser in die Partie, schafften den Ausgleich, lagen zur Pause aber wieder mit drei Toren in Rückstand.

Während die ansonsten so treffsichere Lavinia Poterasi nicht ihren besten Tag erwischte, überzeugte dieses Mal Carmen Ringler mit einem guten Torabschluss. Doch erst in der 45. Minute ging der HCB zum ersten Mal in Führung. Die Partie blieb eng, bis Kreisläuferin Caroline Konrad fünf Sekunden vor Schluss einfach aus dem Rückraum abzog und zum umjubelten Siegtor traf. „Ein schöner Treffer“, freute sich Steffen Baumgart. „Zwar haben wir in dieser Saison, außer am grünen Tisch, noch nicht gegen Halle verloren. Aber trotzdem ist das Finale noch lange nicht entschieden. Bei diesem ausgeglichen hohen Niveau ist auch im Rückspiel für beide Seiten alles möglich.“ Der Titel vergeben wird am kommenden Sonnabend, 13. Mai, ab 17 Uhr in der Sporthalle in Plotha.

 

M-MDOL: ZHC Grubenlampe vs. HC Burgenland

 

Keinen Sieg fuhren am Wochenende hingegen die Oberliga-Herren des HC Burgenland ein. Und trotzdem stieg nach der 26:31-Niederlage beim ZHC Grubenlampe Zwickau die große Party. „Wir hatten einen ganzen Bus voll Fans mit und haben mit ihnen nach dem Spiel eine grandiose Saison gefeiert“, erzählte am Sonntag HCB-Trainerin Ines Seidler. Den Vize-Meister-Titel und damit den ersten Treppchenplatz in „ihrer“ Mitteldeutschen Oberliga überhaupt hatten die HCB-Handballer bereits am Montag, 1. Mai, gesichert. „Doch da mussten am nächsten Tag alle arbeiten, so dass kaum gefeiert werden konnte“, so Seidler.

An der Niederlage in Zwickau hatte sie nur in den „vier, fünf Minuten nach der Schlusssirene“ zu knabbern. Danach überwog die Freude, dass sich im Saisonfinale keiner mehr verletzte. „Wir hatten uns zwar viel vorgenommen, aber man hat schon gemerkt, dass die ganz große Spannung nicht aufgebaut werden konnte“, so Seidler weiter. Vor allem in der Anfangsphase leisteten sich die Burgenländer zu viele technische Fehler und ließen hundertprozentige Tormöglichkeiten aus. Im Angriff machte sich das Fehlen von Jan Schindler und die Manndeckung gegen Kenny Dober bemerkbar. Seidler: „Dadurch lag die Last auf Maximilian Fuchs und Stephan Meyer, die das auch nicht schlecht gemacht haben“. Meyer wurde dabei mit acht Toren bester HCB-Schütze.

Obwohl es für beide Teams um nichts mehr ging (Zwickau stand als Absteiger fest) und somit keine Gefahr der Wettbewerbsverzerrung bestand, wurde bis zuletzt gekämpft. Der HCB holte in Hälfte zwei sogar einen Sechs-Tore-Rückstand auf, musste am Ende aber dennoch eine leicht zu verschmerzende Niederlage einstecken.

 

FRAUEN: Union Halle-Neustadt II – HC Burgenland 22:23 (12:9). HCB: Miriam Ihle, Jessica Plitz; Caroline Rosiak 1, Melanie Steinbach, Jessica Stiskall 8/3, Theresa Gering, Carmen Ringler 6, Charlotte Wojna 4, Lavinia Poterasi 1/1, Carolin Konrad 3, Julia Luther, Anna-Maria Schulz.

MÄNNER: Zwickauer HC Grubenlampe – Burgenland 31:26 (15:9). HCB: Michal Galia, Philipp Zimmer; Kenny Dober 5/3, Ants Benecke 3, Tobias Högl 3, Michael Seime 1, Stephan Meyer 8, Tobias Ufer 2, Maximilian Fuchs 4, Benedikt Schmidt, Christian Haufe.

Spielfilm: 1:1 (5.), 5:2 (10.), 7:3 (15.), 10:4 (20.), 13:6 (25.), 18:13 (35.), 21:16 (40.), 24:20 (45.), 25:23 (50.), 26:25 (55.).

 

– Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/26860724 ©2017

NOE
Autor: NOE