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Aufsteiger schon sicher Zweiter

Burgenländerinnen bezwingen amtierenden Landesmeister aus Schkopau mit 31:20. Verletzung von Anna-Maria Schulz überschattet den Erfolg im Spitzenspiel.

Mit einem, vor allem in dieser Höhe, überraschenden 31:20-Erfolg gegen den amtierenden Landesmeister und Tabellendritten MSV Buna Schkopau haben die Frauen des HC Burgenland ihren zweiten Platz in der Sachsen-Anhalt-Liga gesichert. Dieser ist dem Aufsteiger zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Er liegt nicht nur vier Punkte und 62 Tore vor den Schkopauerinnen, sondern hat den direkten Vergleich gewonnen, und das zählt. Damit wahrten die Burgenländerinnen ihre Chancen auf den Sprung in die Mitteldeutsche Oberliga, falls Spitzenreiter Askania Bernburg sein Aufstiegsrecht tatsächlich nicht wahrnimmt (wir berichteten).

Überschattet wurde dieser tolle Sieg allerdings von einer schweren Verletzung. Anna-Maria Schulz hat sich in der Partie das rechte Kniegelenk gebrochen; zudem ist das vordere Kreuzband gerissen. „Unsere Gedanken sind bei Anna-Maria, die hoffentlich bald wieder auf die Beine kommt“, sagte HCB-Trainerin Doreen Zänker. Der Aufsteiger muss bereits auf Luisa Hofmeister verzichten, die sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hat.

Das Zuschauerinteresse war so groß, dass am Sonntagnachmittag rund um die Sporthalle Plotha kein Parkplatz mehr zu bekommen war. Die Einheimischen waren zu Beginn etwas nervös. Zwar markierten sie durch Sarah Schaaf das 1:0, und damit ihren 600. Saisontreffer, aber die Gäste führten in der Folgezeit meist knapp. Nach zehn Minuten waren die HCB-Frauen dann richtig heiß gelaufen; sie glichen zum 4:4 aus und zogen auf vier Tore davon. Die Grundlagen dafür waren eine sehr gute und disziplinierte Deckungsarbeit sowie eine starke Torhüterin Susann Radenz, die so einige Bälle herausfischte. Nach 20 Minuten stand es 12:5, aber das Buna-Team blieb durchaus gefährlich. Dennoch ging es mit einer deutlichen 15:9-Führung der Burgenländerinnen in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit ging ebenfalls klar an das HCB-Team. Die Gäste versuchten zwar alles, stellten ihre Deckung um und hatten damit zunächst auch Erfolg. Sie kamen auf 18:14 etwas heran, weil die Einheimischen mit ihren Möglichkeiten schluderten und einige Angriffe zu überhastet abschlossen. Doch fünf Treffer in Folge brachten dann wieder eine beruhigendere 23:14-Führung – das war die endgültige Entscheidung. „Wir sind heute in allen Mannschaftsteilen als Team aufgetreten und waren auf allen Positionen besser besetzt als die Schkopauerinnen“, sagte Trainerin Zänker. Aus dem Team könne sie niemanden wirklich hervorheben. „An dieser Stelle muss man auch den Fans und Unterstützern ein Kompliment machen und einen großen Dank aussprechen. Wie wir von den Rängen unterstützt wurden, ist in der Liga einmalig“, so Doreen Zänker.

HCB spielte mit: Susann Radenz, Diana Gerber; Melanie Steinbach 1/1, Elisabeth Sorge 9/3, Julia Luther 1, Theresa Gering 3, Christina Dreesen 6, Ines Maß, Anna-Maria Schulz 1, Anja Flödl 5/1, Sarah Schaaf 5/1