1. Männer

Bei Erfolg gegen Radis auf die Zähne gebissen!

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Gräfenhainichen – Ein gelungenes sportliches Wochenende liegt hinter den Oberliga-Handballern des HC Burgenland. Zunächst wurden sie bei der Sportlerwahl 2016 als drittbeste Mannschaft des Jahres ausgezeichnet. „Da haben wir uns sehr gefreut. Eine richtig schöne Veranstaltung, wie jedes Jahr“, meinte Trainerin Ines Seidler.

Deutlich umkämpfter ging es tags darauf natürlich in Gräfenhainichen zu. „Dort muss man erst mal gewinnen. Ein unangenehmer und kampfstarker Gegner“, so die HCB-Übungsleiterin, die dem TuS, der seine Mannschaft zum Saisonende aus der Oberliga zurückziehen wird (wir berichteten), ein Kompliment aussprach: „Man hat gesehen, dass sie die Saison ordentlich und respektabel zu Ende bringen wollen.“

Sehr ordentlich verlief auch der Start der Burgenländer in ihr Auswärtsspiel. Da die vermeintliche Schwäche des HCB, die Defensive, gut funktioniert, führten Ballgewinne zu einfachen Toren und einer baldigen Führung. Vorne lief zudem das Spiel über die Außen recht gut. Rechtsaußen Benedikt Schmidt, in der Vorwoche noch sehr unglücklich agierend, kam so auf acht Treffer. Rückraum-Shooter Jan Schindler wurde indes von Radis intensiv gedeckt, was jedoch Platz für seine Mitspieler schaffte. Einzig an der Chancenverwertung lag es, dass man die ständige Führung nicht früh in eine Vorentscheidung ummünzen konnte. „Das war unser einziges Manko“, so Seidler. Richtig knapp wurde es jedoch auch zum Schluss nicht.

Als Bonbon oben drauf bekamen die HCB-Männer nach dem Auswärtserfolg noch die Niederlage der zweitplatzierten Köthener in Plauen-Oberlosa präsentiert. Der erhoffte Silberrang wird auch dadurch greifbarer. Nach der anstehenden Spielpause reist der HCB nun zum souveränen Tabellenführer nach Bad Blankenburg, der am Sonnabend in Delitzsch seine erste Saisonniederlage kassierte.

Ines Seidler hofft, dass dann auch Max Fuchs zur Verfügung steht. Dieser kam beim Spiel gegen Radis bereits nach fünf Minuten zur Bank und zeigte auf seinen komisch abstehenden Finger. Während seine Trainerin jedoch erst einmal schlucken musste, wusste Mitspieler Tobias Högl gleich Bescheid, meinte „Beiß auf die Zähne!“ und renkte das ausgekugelte Gelenk wieder ein.

 

TuS Radis – HC Burgenland 27:30 (12:16). HCB: Michal Galia, Philipp Zimmer; Kenny Dober 12/1, Ants Benecke 3, Tobias Högl, Michel Seime, Jan Schindler 2, Tobias Ufer, Maximilian Fuchs 5, Benedikt Schmidt 8/2.

Spielfilm: 2:3 (5.), 5:5 (10.), 6:8 (15.), 9:12 (20.), 9:13 (25.), 15:17 (35.), 16:21 (40.), 16:21 (45.), 19:23 (50.), 23:26 (55.) – Siebenmeter: Radis 3/2, HCB 5/3; Zeitstrafen: Radis 5 (+ 1 Rote Karte), HCB 2.

Am kommenden Wochenende sind die HCB-Männer spielfrei. Am Sonntag, 2. April, 16.30 Uhr, gastieren sie dann bei Spitzenreiter HSV Bad Blankenburg.

 

– Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/26223848 ©2017