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Burgenländer weiter ohne Form!

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Jessen/Die Verbandsligahandballer des HC Burgenland kommen im neuen Jahr einfach nicht in Schwung. Auch in der 3. Partie der Rückrunde beim Jessener SV konnten die Männer um Coach Radkevitch nicht überzeugen und kassierten nach einer besonders im 2. Durchgang arg dürftigen Vorstellung eine verdiente Niederlage.

Dabei starteten die Gäste gar nicht so schlecht und konnten sich schnell einen kleinen Vorsprung erspielen(2:4, 5 min.). Doch man versäumte es schon in dieser guten frühen Phase den Vorsprung auszubauen. Der HCB ging fahrlässig mit seinen Chancen um und hatte defensiv erneut erhebliche Probleme. Jessen kam zu einfachen Toren und konnte zum 6:6(12.) ausgleichen. Danach konnten sich die Burgenländer noch einmal Vorteile erarbeiten. Als Marcel Großmann die Gäste beim 7:10(17.) mit 3 Treffern in Führung brachte, schien man die Kontrolle über die Partie zu bekommen. Doch wieder waren es in erster Linie eigene Unzulänglichkeiten die das verhindern sollten. Ballverluste beim Tempogegenstoß, unplatzierte Torwürfe, eine zu passiv und meist harmlos und brav auftretende Abwehr, und schnell war es mit der Herrlichkeit vorbei. Dazu hatte sich der HCB auf der Torhüterposition von vorn herein falsch aufgestellt, den richtigen Zeitpunkt zum Wechseln verpasst und diesen Fehler erst viel zu spät korrigiert. Wobei insgesamt festzuhalten ist, dass Jessen mit Kevin Zwicker den klar besseren Mann zwischen den Pfosten hatte. So konnte der gastgebende JSV die Partie drehen und lag beim 12:11(22.) erstmals vorn. In den Schlussminuten der 1. Halbzeit konnten sich die Burgenländer wieder ein wenig fangen, doch liefen sie von nun an einem Rückstand hinterher. Daran änderte auch der direkt verwandelte Freiwurf von Stephan Meyer nach Ablauf Spielzeit nichts, mit dem der HCB Rückraum-Akteur zum 15:14 Pausenstand traf.

Mit diesem Zwischenergebnis konnten die Gäste gut leben, hielt er ihnen doch trotz der zahlreichen eigenen Fehler in allen Mannschaftsteilen noch alle Möglichkeiten im 2. Spielabschnitt offen. Die Chance dazu verbaute man sich jedoch selber, wie der Spielverlauf zeigen sollte. Beim 19:19(42.) durch Stefan Wallis konnte man letztmalig in dieser Partie ausgleichen. Danach ging es stetig nur noch bergab mit den Burgenländern. Im Angriff verzettelte man sich zunehmend in sinnlose Einzelaktionen ohne wirkliche Durchschlagskraft, von einem kontrollierten Aufbau konnte keine Rede sein. Den routinierten und körperlich überlegenen Jessenern wurde es so zu leicht gemacht die Attacken abzuwehren. Dazu häuften sich erneut Undiszipliniertheiten, man beschäftigte sich mehr mit den Schiedsrichtern als mit dem Gegner. Wenn man die ganze Zeit meckert, kann man auch hinten raus keine Pfiffe für sich erwarten. Ein schlechtes Rückzugsverhalten ermöglichte den Gastgebern dann noch Tempogegenstöße die sich bis zur 52. Minute beim 25:21 einen 5 Tore Vorsprung heraus werfen konnten. Von diesem erneuten Rückstand sollten sich die Gäste nicht mehr erholen obwohl immer noch genügend Zeit war. Die Burgenländer sind auf konstant gute Leistungen ihrer Stammsieben angewiesen. Doch was die in dieser Partie boten war einfach zu wenig um dem Jessener SV den Sieg in der Schlussphase noch ernsthaft streitig machen zu können. Alle Wechsel die man dennoch im Verlauf versuchte haben nicht viel gebracht, von der Bank kam mit Ausnahme Stefan Wallis keine Unterstützung. Es zeigte sich, dass es gerade dann in solchen Spielen ohne die verletzten oder aus anderen Gründen fehlenden Aktiven richtig schwer wird Erfolg zu haben. Auch mit der an den Tag gelegten Einstellung, schon im Vorfeld der Partie, kann man nicht einverstanden sein. Hier wird einem nichts geschenkt, doch das scheinen einige noch immer nicht begriffen zu haben.

Die Hausherren gewannen schließlich verdient mit 31:27 und für die Gäste aus dem Süden gab es mal wieder nichts zu holen in der Elsterstadt. Mit dem Gefühl, eine total unnötige Pleite kassiert zu haben, konnten sie die lange Heimreise antreten.

 

2-Minuten: HCB II – 5, JSV – 7+1 DQ

7-Meter: HCB II – 3/2, JSV – 6/5

 

Für den HCB spielten:

Tristan Enke, Robert Henschler;

Stephan Meyer(9/2), Max Fuchs(7/1), Andre Korn, Martin Laue, Marcel Großmann(6), Stephan Paatzsch(1), Stefan Wallis(4), Tim Kötteritzsch, Martin Tillmann, Tom Pippel