1. Männer

Chancenverwertung ist der Knackpunkt

Quelle: NAUMBURG/MZ. VON TORSTEN KÜHL

Der HC Burgenland verliert den Oberliga-Auftakt gegen die HG Köthen. Nur bis zur Pause ist es eine enge Partie. Am kommenden Wochenende hat das HCB-Team spielfrei.

Es bleibt dabei: Ines Seidlers Schützlinge können gegen die HG 85 Köthen nicht gewinnen. Zum Auftakt der neuen Saison in der Mitteldeutschen Oberliga unterlagen die Handballmänner des HC Burgenland dem Vorjahreszweiten und Titelfavoriten in eigener Halle mit 31:35. Bis zur Pause (15:15) hielten die Gastgeber, bei denen alle Neuzugänge zum Einsatz kamen, das Geschehen offen, obwohl da zum Beispiel Jan Schindler unter seinen Möglichkeiten blieb. Er wurde erst später stärker. Eine schwache Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sie fünf hundertprozentige Torchancen leichtfertig vergaben und Köthen auf 21:16 davonzog, brachte die Gastgeber dann um die Möglichkeit, bis zum Schluss ernsthaft um den Sieg kämpfen zu können. Zu clever agierten die Gäste, die ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand gaben.

Seyfarth wird ausgeschaltet

Garanten für den Sieg des Favoriten waren Mittelmann Denny Friedl, der als Taktgeber und bester Torschütze (acht Treffer) in Erscheinung trat, Paul Otto, der trotz Kopfverletzung mit einem Turban einige Male vom Kreis erfolgreich war, und der chilenische Nationalspieler Harald Feuchtmann Perez, der von der Siebenmeterlinie und von Linksaußen die Nerven behielt und Tobias Seyfarth nach dem Seitenwechsel aus dem Spiel nahm. In der ersten Halbzeit war der Torjäger der Burgenländer noch der überragende Mann auf dem Parkett gewesen, hatte beinahe nach Belieben getroffen.

Doch im zweiten Abschnitt wurde Seyfarth und dessen Teamkollegen von einem Mann der Zahn gezogen, der in Naumburg kein Unbekannter ist: Keeper Sebastian Loske, der einst das HSV-Tor hütete und sich nach der Pause mehr steigerte, als es den Einheimischen lieb sein konnte. Seine beiden Gegenüber Thomas Drese und Neuzugang Florian Hempel, der über weite Strecken der zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand, kamen über vereinzelte Paraden nicht hinaus. Zu wenig, um die Köthener in der entscheidenden Phase in Bedrängnis bringen zu können. Allerdings trugen auch ihre nun nachlässiger werdenden Vorderleute ihr Scherflein dazu bei, dass die erhoffte Überraschung zum Saisonstart ausblieb.

„Wir müssen aus unseren Fehlern die richtigen Lehren ziehen und versuchen, es in zwei Wochen gegen Hoyerswerda besser zu machen“, sagte Ines Seidler. Köthens Trainer Bodo Kreutzmann meinte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit Tobias Seyfarth lahm gelegt, sodass er nur noch drei Feldtore erzielt hat. In der ersten Halbzeit bereitete uns dessen Auftritt viel Kopfzerbrechen.“

Nicht zu viel wechseln

Die HCB-Trainerin hatte übrigens mit Drese im Tor, Ants Benecke auf Links- und Tobias Ufer auf Rechtsaußen, Hendrik Hein am Kreis sowie Seyfarth, Marcel Kilz und Schindler im Rückraum begonnen. In der Abwehr brachte sie Marcus Deibicht für Seyfarth. „Ich wollte zwischen Offen- und Defensive nicht so viel wechseln, deshalb ließ ich Hendrik Hein durchspielen, und deshalb kam Jan Wiesigkstrauch diesmal nicht zum Einsatz. Aber das hatte, wie gesagt, nur taktische Gründe“, so Seidler. Später brachte sie Kenny Dober und Florian Spitz im Rückraum sowie Max Najmann auf Linksaußen. Für Schindler kam phasenweise Sebastian Fende zum Einsatz.

Am kommenden Wochenende hat das HCB-Team spielfrei, weil die Heimstätte der Ziegelheimer nicht zur Verfügung steht. Die Partie dort wird am 5. Oktober nachgeholt.

[nggallery id=6] Bilder: Sabine Hempel