1. Frauen1. Männer

Dem Klassenerhalt ein weiteres Stück näher!

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Plauen/Niederndodeleben –Es klingt paradox, zeigt aber einfach nur, wie eng es in der Mitteldeutschen Oberliga zugeht: Der HC Burgenland hat durch einen 27:26-Auswärtssieg in Plauen einerseits einen ganz wichtigen Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt gemacht und sich anderseits noch die Chancen auf die Vizemeisterschaft erhalten. Von Letzterem wollte Trainerin Ines Seidler aber nach dem Spiel nichts hören. Ihr Blick geht noch nach unten: „Das war ein ganz, ganz wichtiger Erfolg, der uns viele Steine hat vom Herzen kullern lassen. Jetzt noch gegen Freiberg nachlegen und dann ist der Deckel zu“, meinte sie hinsichtlich des Klassenerhaltes.

Begeistert war die Trainerin auch von der kämpferischen Leistung ihrer Mannschaft. „Vor dieser Höllenkulisse in Plauen mit fast 600 Zuschauern hat diese Saison bisher nur Aschersleben gewonnen. Da kann man schon stolz auf die Männer sein, wie sie sich durchgebissen haben.“ Zumal der HCB mit einem durch Grippe geschwächten Kader ins Vogtland reisen musste. Besonders zufrieden war Ines Seidler mit ihrer Angriffsreihe um Jan Schindler, Kenny Dober und Max Weber. So entwickelte sich in der Anfangsphase ein offensives Spiel, in der beide Angriffsreihen bis zum 7:7 nach Belieben trafen. Ines Seidler: „Danach haben wir auch unsere Deckungsarbeit in den Griff bekommen und konnten etwas davonziehen.“

16:12 führte der HCB zur Pause, blieb dann auch nach dem Seitenwechsel hochkonzentriert und sah beim 18:24 nach 47 Minuten schon wie der sichere Sieger aus. Doch als sich zur Kranken- und Verletztenliste (für Tobias Seyfarth reichte es nur zu einem Kurzeinsatz) in Hälfte zwei auch noch Max Weber (er knickte um), gesellte, schwanden die Wechselmöglichkeiten und damit auch Kräfte der Gäste.

Plauen bekam noch einmal Aufwind, glich zum 26:26 aus, und die Partie wurde zum Krimi. Ballverlust HCB, dann gut verteidigt, dann die erneute Führung und noch einmal Ballbesitz der Plauener kurz vor Schluss. Der letzte Wurf der Partie landete aber nur am HCB-Pfosten, so dass sich zu Einsatz und Kampf auch das für ein so schweres Auswärtsspiel notwendige Glück gesellte und die zwei Punkte gesichert waren. „In der Jugendsprache würde man sagen, das war ein affengeiles Spiel“, meinte die HCB-Trainerin abschließend. Bester Torschütze der Naumburg-Stößen-Prittitzer Kombination war einmal mehr Kenny Dober (zehn Treffer), der am Vorabend des Spiels in Freyburg für seine Leistungen in der Vorsaison bei der Sportlerwahl des Burgenlandkreises einen starken dritten Platz geholt hatte und nur um wenige Stimmen am Titelgewinn vorbeigeschrammt war.

MÄNNER: SV Plauen-Oberlosa – HC Burgenland 26:27 (12:16). HCB: Stephan Harseim, Franz Flemming; Kenny Dober 10/7, Ants Benecke 3, Tobias Seyfarth, Stephan Fichtner 3, Florian Spitz, Jan Schindler 5, Christian Haufe 1, Max Weber 3, Tobias Ufer 2, Maximilian Fuchs.

Spielfilm: 3:4 (5.), 6:7 (10.) , 7:7 (15.), 9:10 (20.), 11:13 (25.), 15:17 (35.), 17:21 (40.),18:23 (45.), 22:25 (50.), 24:26 (55. Minute).

 

F-MDOL: TSV Niederndodeleben vs. HC Burgenland

Knapp vorbeigeschrammt sind am gestrigen Sonntag auch die Oberliga-Frauen des HCB – und zwar an einem Punktgewinn, der durchaus verdient gewesen wäre. Beim TSV Niederndodeleben verloren die Schützlinge von Trainer Steffen Baumgart mit 20:22. „Der Knackpunkt in dieser Partie war eine Szene kurz vor Schluss. Wir liegen mit einem Tor hinten, bekommen einen Siebenmeter gegen uns und werden mit einer Zeitstrafe doppelt benachteiligt“, berichtet Baumgart. Dabei sei die TSV-Spielerin, die dann den Strafwurf bekam, vorher aus dem Kreis gekommen und habe eine Regelwidrigkeit begangen. „Ansonsten haben wir mit unserem dezimierten Team über weite Strecken eine souveräne Leistung gezeigt“, meinte der HCB-Coach. Er lobte vor allem Torhüterin Marie Schuhknecht, Regisseurin Jessica Stiskall sowie Carmen Ringler, die mit acht Treffern beste Werferin der Gäste war, sich aber beim harten Einsteigen der Einheimischen eine Gesichtsverletzung zuzog. Verzichten musste Baumgart auf Anna-Maria Schulz und Julia Luther, die im Wahlbüro arbeiten mussten, die ebenfalls verhinderte Elisabeth Sorge sowie auf Theresa Gering und Rebecca Schambach, die an den Folgen von Kreuzbandrissen laborieren.

FRAUEN: TSV Niederndodeleben – Burgenland 22:20 (8:8). HCB: Marie Schuhknecht, Jessica Altner; Caroline Mewes 1/1, Melanie Steinbach, Jessica Stiskall 6, Carmen Ringler 8, Marie Knappe 4, Kathrin Bonsa, Lena Matte, Lena John 1.

 

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de