1. Männer

Dober erwischt beim LSV einen „Sahnetag“

ZIEGELHEIM.
Nach durchwachsenem Punktspielstart in eigener Halle – eine ordentliche Leistung samt Niederlage und eine mäßige Leistung mit Sieg – war der Oberliga-Auswärtsauftakt des HC Burgenland gespannt erwartet worden. Und: Mit einem Sieg und dazu einem sehr deutlichen kann dieser als absolut gelungen bezeichnet werden. HCB-Trainerin Ines Seidler sprach nach dem 34:25-Erfolg beim LSV Ziegelheim davon, „dass das Team funktioniert hat, sowohl die Startformation als auch die Bankspieler“.

Ziegelheim sei vom verletzungsbedingten Ausfall Tobias Seyfarths überrascht gewesen. Doch während „Stupsi“ Seyfarth nur vom Spielfeldrand zuschauen konnte, wurde er von Ants Benecke ordentlich vertreten. Erfolgreichster Torschütze der Burgenländer war jedoch der in den vergangenen Spielzeiten noch für die SG Saaletal treffende Kenny Dober. Er erzielte immer wieder von Marcel Kilz gut in Szene gesetzt zwölf Tore und erwischte laut Ines Seidler „einen absoluten Sahnetag“.

Nach zunächst relativ ausgeglichen verlaufener erster Hälfte setzten sich die Gäste kurz vor der Pause auf drei Tore zum 11:14-Halbzeitstand ab. Nach dem Wechsel agierten die Burgenländer dann in der Defensive noch konzentrierter, kamen zu leichten Ballgewinnen und in Folge derer auch zu einfachen Kontertoren. Der Vorsprung wurde auf fünf, später sieben Tore kontinuierlich ausgebaut, auch, da die personell geplagten Ziegelheimer von der Bank nicht viel entgegenzusetzen hatten. In den Schlussminuten schossen die Seidler-Schützlinge fast noch einen zweistelligen Vorsprung heraus. Ziegelheim bleibt mit drei Pleiten Oberliga-Schlusslicht.

Die sich stets anbietende Frage, ob die Gastgeber so schwach oder die Gäste so stark waren, wird man wohl erst nach dem kommenden Sonntag beantworten können. Dann tritt der HC Burgenland zu seinem zweiten Auswärtsspiel bei der TuS Radis an. Im Vorjahr war diese Begegnung noch purer Abstiegskampf. Momentan ist es ein Nachbarschaftsduell im oberen Tabellendrittel.

„Unser vierter Tabellenplatz ist jedoch nur eine Momentaufnahme, die wir aber genießen dürfen“, sagt Ines Seidler. Aufgrund seines gebrochenen Fingers wird Tobias Seyfarth wohl auch in Radis ausfallen. Der angeschlagene Tobias Ufer kam in Ziegelheim zu Kurzeinsätzen und verschaffte somit Marcus Deibicht einige Verschnaufpausen. Seidler: „Unser breiter Kader macht sich nun bewährt.“

HCB: Thomas Drese, Florian Hempel; Hendrik Hein 2, Kenny Dober 12/1, Ants Benecke 3, Florian Spitz, Marcus Deibicht 3, Jan Schindler 5, Sebastian Fende 2, Tobias Ufer, Jan Wiesigkstrauch, Marcel Kilz 7/2.

Spielfilm: 2:1 (5. Minute), 3:4 (10.), 5:8 (15.), 6:8 (20.), 8:11 (25.), 13:18 (35.), 16:21 (40.), 17:24 (45.), 19:27 (50.), 22:30 (55.).