3. Männer

“Dritte” verliert in Steuden

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Bezirksliga Männer – SV 1925 Steuden – HC Burgenland III 30:27 (18:10)

Ausgerechnet gegen den derzeitigen Tabellenführer wollte die Dritte des HCB endlich den Auswärtsfluch besiegen. Dass es am Ende beinahe geklappt hätte, tröstet nicht darüber hinweg, dass man letztlich doch wieder „nur“ ein guter Gast war.
Man ging sehr motiviert in die Partie. Allerdings zeigten sich bereits abgestellt geglaubte Unstimmigkeiten im Deckungsverbund. Doch da man druckvoll im Angriff agierte, blieb die Anfangsphase ausgeglichen (4:4 in der 6´). In der Folgezeit leistete man sich allerdings einige einfache Fehlabspiele und eine erste Hinausstellung, die die routinierten Gastgeber sofort zu Ihren Gunsten nutzten. So stand es bereits nach 13 Minuten 10:5. Auch in der Folgezeit bekam man die druckvolle Aufbaureihe des Tabellenführers einfach nicht in den Griff und musste immer wieder einfache Treffer aus dem Parallelstoß hinnehmen. Außerdem war das Angriffsspiel sehr hektisch. Man merkte, dass die Burgenländer ihre Fehler in der Deckung ausbügeln wollten. Die Brechstange führt leider aber selten zum Erfolg. Auch eine Auszeit beim 11:6 änderte daran wenig. So ging man auch vollkommen verdient mit einem 18:10 in die Kabine. Dort wurde die Mannschaft noch einmal an die eigenen Stärken erinnert und mehr Besonnenheit in den Aktionen eingefordert. Die ersten sechs Minuten der Zweiten verliefen aber wie die erste Hälfte, so dass sich die Gastgeber auf zehn Tore absetzen konnten (21:11). Man wollte die Partie aber nicht aufgeben, also stellte man die Deckung um und nahm den gefährlichsten Angreifer aus dem Spiel. Das klappte hervorragend, so dass man Tor um Tor aufholen konnte. Nun spielte man auch wieder druckvoll im Angriff, ohne jedoch den Nebenmann zu übersehen. Auch die Entscheidungen der Schiedsrichter, die die durchaus vorhandenen Härten nur auf einer Seite konsequent bestraften, störten nur bedingt den Fluss. Denn plötzlich sah man wirklich eine Mannschaft agieren. In der Deckung wurde schnell verschoben und so endlich auch Bälle für die erste und zweite Welle gewonnen. So rieben sich wohl viele der Anwesenden die Augen, als es nach 54. Spielminuten plötzlich 26:25 stand. Eigentlich hatte man die Partie jetzt vollkommen im Griff, allerdings verhinderten zwei weitere Zeitstrafen und zwei vergebene Großchancen eine endgültige Überraschung.
Am Ende bleibt festzuhalten, dass man einfach noch zu wenig konstant spielt und sich zu leicht aus der Ruhe bringen lässt. An dieser Stelle wünscht die Mannschaft Marcus Brenner gute Besserung, der eine unliebsame Begegnung mit einem Gegenspieler mit einer lädierten Nase bezahlen musste.

HCB spielte mit:
R. Henschler im Tor, T. Kötteritzsch (5/2), M. Brenner (5), M. Priese, S. Wallis, P. Triebsch (je 3), G. Helm, M. Tillmann, R. Höhn, K. Vopel (je 2)