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Große Probleme im Tor!

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VON TORSTEN KÜHL

Die beiden Oberliga-Teams des HC Burgenland haben Duelle auf Augenhöhe vor sich. Frauen treffen auf Niederndodeleben, Männer müssen nach Freiberg.

PLOTHA/NAUMBURG.

Die Oberliga-Handballerinnen des HC Burgenland plagen vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den TSV Niederndodeleben (Anwurf ist um 16 Uhr in Plotha) große Personalsorgen. Zumindest zwischen den Pfosten, denn mit Marie Schuhknecht, die sich verletzt hat, und Jessica Altner, die aus persönlichen Gründen verhindert ist, fallen beide etatmäßigen Torhüterinnen aus.

Wahl-Berlinerin wird reaktiviert

„Zum Glück hat sich Susann Radenz bereit erklärt, für diese eine Partie einzuspringen“, berichtet HCB-Coach Steffen Baumgart. Radenz war – weil sie nach Berlin gezogen ist und jetzt dort arbeitet – Anfang Mai zum Abschluss der vergangenen Saison bei den Burgenländern verabschiedet worden. „Suse hat zwar lange nicht gehalten, aber sie ist eine erfahrene Torfrau, die braucht kein Training“, so Baumgart augenzwinkernd.

Mit Blick auf den bevorstehenden Gegner sagt der Trainer: „Niederndodeleben hat eine sehr gute Mannschaft, gegen die wir in der vergangenen Saison bei unserer Premiere in der Mitteldeutschen Oberliga beide Spiele verloren haben. Sie sind körperlich stark und sehr erfahren, haben einige Spielerinnen mit Zweitliga- und Drittliga-Erfahrung in ihren Reihen.“ Besonders Kreisläuferin Ina Bruckbauer hebt Steffen Baumgart hervor, die er noch aus früheren gemeinsamen Zeiten beim SC Magdeburg kennt und die in den ersten sechs Saisonspielen im Schnitt sechs Tore erzielt hat.

„Der TSV ist zwar sicher routinierter als unser Team, aber ein Gegner auf Augenhöhe, mit dem wir uns ordentlich messen können“, so Baumgart, der ganz klar einen Sieg als Ziel ausgibt. Mit diesem würden die auf Rang sieben liegenden Burgenländerinnen ihre punktgleichen Gäste (6./je 6:6) auf jeden Fall überholen.

Offensiv-Spektakel in Bergbaustadt

Ein sicher wieder besonderes Spiel wartet am Sonnabend auf die HCB-Männer, die – ebenfalls in der Oberliga – bei der HSG Freiberg gastieren. Erinnert sei nur an den fantastischen 60:45-Heimerfolg der Burgenländer in der vergangenen Saison gegen die Sachsen, die immer noch ihren „Hurra-Stil“ (extrem offensive Deckung, extrem hohes Tempo im Angriff) verfolgen – und damit eben auch manchmal baden gehen. Wie in besagtem legendären Spiel in Naumburg. „Gegen Freiberg muss man 60 Minuten absolut konzentriert zur Sache gehen und kühlen Kopf bewahren, darf nicht überdrehen und sich von der Hektik, die der Gegner mit seiner Spielweise verbreitet, anstecken lassen“, weiß HCB-Trainerin Ines Seidler. Von außen könne man da kaum Einfluss nehmen; alles gehe viel zu schnell.

„Wir müssen das Positive aus dem ersten Heimsieg vom vergangenen Sonnabend gegen Plauen-Oberlosa mitnehmen und wollen aus Freiberg, wo wir im Vorjahr knapp gewannen, wieder beide Punkte mitnehmen“, so Seidler. Dazu benötige man aber zwei sehr gute Torhüter; dies hätten die letzten (verlorenen) Spiele der HSG gezeigt. Die Freiberger unterlagen beim Tabellenzweiten in Apolda mit 31:38 und zuvor daheim mit 30:37 gegen Pirna. Als zurzeit Vorletzter der Rangliste (4:10 Zähler) liegt das Team aus der Bergbaustadt jedoch nur zwei Punkte hinter den Burgenländern, die momentan Achter sind.

Übrigens: Sowohl bei den Männern (Kenny Dober/58) als auch bei den Frauen (Jessica Stiskall/ 43) stellt der HCB aktuell die besten Oberliga-Torschützen.

 

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de