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Handballer und die Unstrut-Finne-Region dominieren!

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VON HARALD BOLTZE

Motocross-Pilot Tim Apolle aus Billroda, Turn-Floh Vince Renner vom SC Empor Laucha und die Freyburger C-Junioren-Kicker räumen – neben den HCB-Männern – im Lichthof ab.

NAUMBURG/FREYBURG.

Aus allen Teilen des Burgenlandkreises waren die über 31000 Kreuzchen auf den Stimmzetteln der Sportlerwahl 2014 gekommen. Und aus allen Teilen des Kreises setzten sich am Freitagabend auch die Nominierten sowie die knapp 500 Gäste des Sportlerballs im Freyburger Sektkellerei-Lichthof zusammen. Die Stars des Abends aber kamen fast alle aus einem kleinen Eckchen des Kreises: der Unstrut-Finne-Region. Mit dem Billrodaer Motocrossfahrer Tim Apolle, Nachwuchsturner Vince Renner vom SC Empor Laucha (mehrfacher Landesmeister) und den C-Junioren-Fußballern des FC RSK Freyburg (Zweiter der Landesliga) gingen gleich drei erste Plätze in den ehemaligen Altkreis Nebra.

Das klingt einzigartig, ist es aber nicht! Bereits im Jahr 2011 räumte die Unstrut-Finne-Region drei Mal „Gold“ ab. Schon 2011 erfolgreich: Motocross-Pilot Tim Apolle, damals als junger Teenager aber noch in der Nachwuchs-Wertung, und auch die Freyburger Jugendkicker wiederholten nun ihren Triumph von damals, als sie noch in der E-Jugend antraten. Damit entpuppt sich auch der Sieg des Bruder-Duos Tim und Leo Apolle, Letzterer spielt für den FC RSK, als Wiederholungserfolg. „Das ist natürlich eine ganz fantastische Sache, dass mein Bruder und ich hier erneut gewonnen haben“, meinte der heute 18-jährige Rennfahrer, der von den Tageblatt/MZ-Lesern für seine Erfolge in der Deutschen Enduro-Meisterschaft, der German-Cross-Country-Serie sowie bei EM- und WM-Rennen belohnt wurde.

Tim Apolles Sieg ist vor allem auch deshalb hoch anzuerkennen, da er mit dem Freyburger Box-Profi Dominic Bösel und dem Iron-Man-Triathleten Christian Kramer extrem hochklassige Konkurrenz hatte. Doch schafften diese es am Ende noch hinter der Naumburger Läuferin Mandy Kühn „nur“ auf die Ränge drei und vier.

Im wahrsten Sinne des Wortes riesige Konkurrenz hatten in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ auch die Handballer des HC Burgenland. Nicht nur, weil die Weißenfelser MBC-Basketballer sie meist ein paar Köpfe überragen, sondern auch, da die „Wölfe“ stets über 2000 Zuschauer nach Weißenfels locken und zudem deutschlandweite Fernsehpräsenz genießen. Umso ausgelassener fiel dann natürlich der Jubel der HCB-Männer aus, als sie nach dem Trommelwirbel von Sportlerball-Moderator Thomas Scheidt erfuhren, dass sie die „Wölfe“ mit großem Vorsprung auf Rang zwei verwiesen haben. „Wahnsinn. Wir freuen uns riesig“, meinte Trainerin Ines Seidler, die -begleitet von einigen Spielern – gestern Abend im Lichthof weilte. Und das, obwohl für sie und ihre Mannen, den aktuellen Vierten der Mitteldeutschen Oberliga, heute Abend in der Naumburger Seminarstraße das schwere Spiel gegen Tabellenführer Glauchau/Meerane auf dem Plan steht.

Auch für den HCB war es gestern übrigens keine Sieg-Premiere: Im Vorjahr gewann die Frauen-Mannschaft des Clubs. Ein Teil des gestern prämierten Männerteams hatte zudem, vor der Fusion mit den Prittitzern und damals noch unter dem HSV Naumburg-Stößen, bereits den Titel „Mannschaft des Jahres 2009“ eingefahren.

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de