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HCB-Frauen starten erfolgreich, Männer an der Spitze!

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Hermsdorf/Plotha –Rundherum glücklich zeigte sich die Trainerin der Oberliga-Handballer des HC Burgenland, Ines Seidler, nach dem 36:29-Erfolg ihres Teams beim SV Hermsdorf. „Wir haben wirklich kaum etwas falsch gemacht und konnten auf alle Aufgaben, die Hermsdorf uns gestellt hat, super reagieren“, lautete ihr Fazit. Dass der Auswärtssieg auch die Tabellenführung mit sich brachte, empfand sie als schöne Momentaufnahme, „aber von einem gelungenen Saisonstart würde ich frühestens sprechen, wenn wir nächste Woche auch gegen Delitzsch gewinnen“.

In Hermsdorf hatte die Übungsleiterin bereits mit einem taktischen Kniff in der Aufstellung ein gutes Händchen. Nach der schweren Verletzung von Stephan Fichtner stellte sie Rückraumkanonier Jan Schindler an den Kreis. „Er hat das schon ein paar Mal gemacht und ist momentan bei uns der einzige, der dazu körperlich in der Lage ist“, kommentierte sie den Schachzug. Dieser funktionierte auch deshalb, da Neuzugang Peter Kerkapoly auf der Mitte eine sehr starke Partie ablieferte.

In Hälfte eins verlief die Partie noch recht ausgeglichen. Hermsdorf versuchte, mit verschiedenen Deckungsarten die Burgenländer Offensive in den Griff zu bekommen, nahm unter anderem den Top-Goalgetter des HCB, Kenny Dober, phasenweise in Manndeckung. Die Gäste ihrerseits hatten vor der Pause große Mühe, den wurfgewaltigen Hermsdorfer Sebastian Triller aus dem Spiel zu nehmen. „Nach dem Wechsel haben wir aber noch aggressiver verteidigt und sind dadurch auch zu einigen einfachen Toren gekommen, die auch der Schlüssel zum Sieg waren“, so Ines Seidler. Ein riesiger Rückhalt waren für die Gäste dabei nicht nur die mitgereisten und lautstarken HCB-Fans, sondern auch der bestens aufgelegte Torhüter Michal Galia, der auf 25 gehaltene Bälle (darunter drei Siebenmeter) kam. Seidler: „Er hat die Jungs von hinten super angetrieben.“ Zudem wurde Galia auch zum Torschützen, da Hermsdorf fast über die komplette Spielzeit die Variante des siebenten Feldspielers nutzte.

Ein sicherlich nur sehr kleiner Trost dürfte es für die Hermsdorfer gewesen sein, dass es an diesem zweiten Spieltag keine Heimmannschaft fertig brachte, zu gewinnen. Der kommende Gegner des HC Burgenland, der NHV Concordia Delitzsch, musste sich dabei in eigener Halle dem Team aus Glaucha und Meerane mit 22:23 geschlagen geben.

MÄNNER: SV Hermsdorf – HC Burgenland 29:36 (13:15). HCB: Michal Galia 1, Philipp Zimmer, Kenny Dober 12/7, Ants Benecke 2, Jan Schindler 5, Christian Haufe, Max Weber 8, Maximilian Fuchs 3, Benedikt Schmidt 1/1, Peter Kerkapoly 4.

Spielfilm: 2:2 (5. Min.), 4:4 (10.), 8:6 (15.), 9:8 (20.), 11:11 (25.), 16:19 (35.), 19:22 (40.), 20:24 (45.), 23:29 (50.), 27:32 (55.).

Einen geglückten Saisonstart durften am Sonntag auch die Oberliga-Frauen des HC Burgenland feiern. Gegen das Team von Koweg Görlitz gab es einen 21:20-Heimerfolg, über den sich natürlich auch Trainer Steffen Baumgart freute. „Das Spiel war sehr zerfahren. Wir kontrollieren die Partie eigentlich, liegen ständig in Führung, verpassen es aber durch technische Fehler und das Weglassen hochkarätiger Chancen entscheidend wegzuziehen“, meinte Baumgart nach der Partie gegenüber Tageblatt/MZ.

Entscheidenden Anteil am Sieg hatte die neue Torhüterin der Mannschaft, Miriam Ihle, an der sich die Görlitzer Werferinnen ein ums andere Mal die Zähne ausbissen. Treffsicherste Werferinnen auf Seiten der Burgenländerinnen waren Jessica Stiskall und Charlotte Wojna, die jeweils sechs Mal einnetzen konnten.

Unverständlich für HCB-Coach Steffen Baumgart war jedoch, warum es in einer „fairen und nicht übermäßig harten Begegnung“ gleich drei Rote Karten gab. Vor allem die „glatte Rote“ gegen Caroline Conrad, die ihm mit ihren 1,90 metern daraufhin sowohl im Angriff als auch in der Abwehr fehlte, ließ ihn den Kopf schütteln. Baumgart: „Ein Allerweltsfoul, für das man höchstens zwei Minuten gibt.“ Das nächste Spiel bestreiten die HCB-Damen am kommenden Sonnabend beim HSV Marienberg, der ebenfalls mit einem knappen Sieg in die Saison gestartet ist.

FRAUEN: HC Burgenland – Koweg Görlitz 21:20 (10:9). HCB: Miriam Ihle, Jessica Altner; Melanie Steinbach, Jessica Stiskall 6/4, Julia Luther 1, Luisa Hofmeister, Anna-Maria Schulz 2, Lavinia Poterasi 4/1, Lena John, Marie Knappe, Charlotte Wojna 6, Caroline Konrad 2.

Am kommenden Sonnabend, 17. September, haben die HCB-Männer in der Naumburger Seminarstraße Heimrecht gegen Concordia Delitzsch (Anwurf 19 Uhr); die Burgenländerinnen sind beim HSV Marienberg zu Gast (17.30).

– Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/24727064 ©2016