1. MännerSlider

HCB in vielen Momenten zu kopflos!

Veröffentlicht

VON HARALD BOLTZE

Oberliga-Männer der Burgenländer spielen gegen Grubenlampe Zwickau nur unentschieden.

NAUMBURG.

Wenn eine Mannschaft im Heimspiel gegen den Viertletzten der Liga die Chance hat, auf den zweiten Platz zu klettern, dann aber nur Unentschieden spielt, so ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Dass viele Anhänger des HC Burgenland am Sonnabend die Sporthalle in der Seminarstraße ziemlich enttäuscht verließen, lag jedoch weniger an der 26:26-Punkteteilung gegen den Zwickauer HC Grubenlampe, sondern an der Art und Weise, wie dieser, am Ende sogar etwas glückliche Punktgewinn, zustande gekommen war.

Dass die Partie gegen den mit zwei Japanern und vier Tschechen agierenden Gast kein Handball-Leckerbissen werden würde, deutete sich bereits früh an. Fehlwürfe und Fehlabspiele dominierten den Beginn der Partie, der bis zum 7:7 in der 22. Minute denn auch sehr tor- und höhepunktarm daherkam. Mit einer konzentrierten und sehr körperlichen Deckungsarbeit zogen die Zwickauer den gastgebenden Offensivwaffen recht schnell den Zahn.

Der ohnehin angeschlagen ins Spiel gegangene HCB-Torjäger Jan Schindler agierte zudem glücklos und traf mit seinen ersten vier Würfen nur Aluminium. Neben diesem Pech und dem Fakt, dass die Hausherren zwei sehr rüde Attacken der Gästedefensive einstecken mussten, blieb aber die Tatsache hängen, dass man im Angriff oft zu kopflos agierte. Gelungene Anspiele an den Kreis oder auf die Außenpositionen blieben Mangelware. „Das, was in Plauen noch sehr gut geklappt hat, nämlich diese Entlastung für Kenny Dober und Jan Schindler, hat gestern überhaupt nicht funktioniert“, meinte HCB-Trainerin Ines Seidler, nachdem sie eine Nacht über das Spiel geschlafen hatte.

Dober war es auch, der seine Wut über eine Attacke gegen ihn mit zweierlei „Erfolg“ kanalisierte. Zum einen mit einer Einzelaktion zum 12:12-Pausenstand. Zum anderen mit einem Verbalduell, das ihm noch nach der Pausensirene eine Zwei-Minuten-Strafe einbrachte. „Völlig überflüssig“, befand da auch Ines Seidler. Mit Dober nun weitgehend auf der Bank, nahm in Hälfte zwei Tobias Seyfarth des Öfteren das Heft des Handelns in die Hand und zeigte starke Torabschlüsse. Beim 22:20 waren die Hausherren erstmals mit zwei Toren vorn und mit offensiv ebenfalls wenig bestechenden Zwickauern stieg die Hoffnung auf den Heimsieg. „Doch sechs ganz einfache Ballverluste in Hälfte zwei haben das zunichte gemacht“, befand die HCB-Trainerin. Als Marcus Deibicht und Ants Beneke bei Kontern in der 55. Minute zwei „Hundertprozenter“ verwarfen und Zwickau im Gegenzug das Ergebnis auf 24:26 stellte, schien der Drops schon gelutscht.

Doch wie zum Beweis, dass hier zwei Teams abseits ihrer Topform agieren, brachten die Gäste den HCB mit einfachen Ballverlusten, quasi als „Einladung“ zum 26:26 wieder zurück in die Partie. Und ein weiterer missglückter Zwickauer Angriff ermöglichte dem herausgelaufenen HCB-Keeper Thomas Drese sogar noch einen letzten Abschluss. Dieser wurde jedoch geblockt. Es blieb beim Remis. „Ehrlich gesagt, bin ich über den Punkt gar nicht so unglücklich. Wir haben jetzt aber drei Wochen Pause vor uns, in denen wir trainieren müssen, wie wir unsere Angriffsoptionen besser ins Spiel bringen können“, resümierte Ines Seidler.

HC Burgenland – Zwickauer HC Grubenlampe 26:26 (12:12). HCB mit: Thomas Drese, Tristian Enke; Hendrik Hein 1, Kenny Dober 6/3, Ants Benecke 3, Tobias Seyfarth 7, Florian Spitz 2, Marcus Deibicht 3, Jan Schindler 2, Christian Haufe, Tobias Ufer 2, Marcel Kilz.

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bilder – Hellfritzsch