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HCB-Männer bauen ihren Rekord aus!

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Naumburg/Magdeburg – Erfolgreiches Wochenende für die beiden Oberliga-Teams des HC Burgenland: Während die Männer mit dem souveränen 29:22 im Lokalderby gegen den HSV Apolda den fünften Sieg in Folge feierten und damit ihren clubinternen Rekord ausbauten, zogen die Frauen in die beiden Endspiele um den Landespokal ein.

In der Sporthalle in der Naumburger Seminarstraße wurden die HCB-Männer ihrer Favoritenrolle gegen den Tabellenvorletzten aus Thüringen gerecht. Allerdings taten sich die Gastgeber in der niveau- und sehr torarmen Anfangsphase (insgesamt nur sieben Treffer in der ersten Viertelstunde) sehr schwer. Die Fehlwurf-Quote beim Ranglistenzweiten war erstaunlich hoch. Da konnten sich die Burgenländer bei ihrem gut aufgelegten tschechischen Keeper Michal Galia bedanken, dass der Gast diese Schwäche nicht auszunutzen vermochte. Erst mit einem Zwischenspurt vom 4:3 zum 9:3 sorgte der HCB für klare Fronten und ein standesgemäßes Ergebnis. Dass er zur Pause nicht klarer als mit nur vier Toren (13:9) führte, lag an den „Undisziplinierten im Angriff“, die Trainerin Ines Seidler später bemängelte.

Allerdings: Hinten lief es diesmal bei den Einheimischen. „Mit unserer aggressiven Abwehrarbeit bin ich zufrieden. Das war heute unser Trumpf“, so Seidler. Außerdem profitierte ihr Team von der frühzeitigen Roten (und Blauen) Karte für den Apoldaer Norbert Ban, der sich wegen eines Faustschlages gegen Kenny Dober in der 13. Minute mindestens ein Spiel Sperre einhandelte. Zur Erklärung: Die Blaue Karte zeigt der betreffenden Mannschaft und den Zuschauern an, dass es nach diesem Feldverweis einen Bericht der Schiedsrichter gibt, der automatisch eine Spielsperre nach sich zieht. Wie hoch diese ausfällt, entscheidet das Sportgericht.

Die Burgenländer ließen in der zweiten Halbzeit nichts mehr anbrennen. Nach einem kleinen Zwischen-Tief, als der sonst so treffsichere Dober zwei Siebenmeter nicht verwandeln konnte, zogen sie wieder das Tempo an. Nun lief es auch im Angriff mit schnellen und zum Teil sehenswerten Kombinationen besser, so dass der (Pflicht-) Heimsieg nie in Gefahr geriet. „Ich hatte unsere Mannschaft vor dem Anpfiff gewarnt, dass das hier kein Selbstläufer werden wird. Auch schon gegen den Tabellenletzten aus Hermsdorf hatten wir unsere Probleme. Und die Anfangsphase sollte mir ja auch Recht geben“, so Ines Seidler. Ihr Team wird mindestens bis zu seinem nächsten Punktspiel am 25. Februar beim USV Halle Tabellenzweiter der Mitteldeutschen Oberliga bleiben.

MÄNNER: HC Burgenland – HSV Apolda 29:22 (13:9). HCB: Michal Galia, Philipp Zimmer; Kenny Dober 10/5, Ants Benecke 7, Tobias Högl, Michael Seime, Jan Schindler 2, Christian Haufe 1, Max Weber 3, Maximilian Fuchs 4, Benedikt Schmidt 2/1.

Spielfilm: 2:0 (5.), 2:2 (10.), 4:3 (15.), 9:3 (20.), 11:6 (25.), 15:10 (35.), 17:14 (40.), 21:15 (45.), 23:18 (50.), 25:20 (55.) – Siebenmeter: HCB 8/6, Apolda 5/4; Zeitstrafen: HCB 5, Apolda 5 + 1 Rot/Blau

 

HVSA-Pokal Frauen, Halbfinale

 

Die Oberliga-Frauen des HCB gewannen am Sonnabend ihre Halbfinalpartie beim FSV Magdeburg mit 28:24 (siehe auch „Statistik“) und erreichte damit das Landespokal-Finale gegen Ligarivale Union Halle-Neustadt II, der sich im anderen Vorschlussrundenspiel knapp mit 25:24 gegen den BSV Magdeburg durchsetzte. Der Pokalsieger von Sachsen-Anhalt wird in Hin- und Rückspiel ermittelt (die Termine stehen allerdings noch nicht fest) und ist dann automatisch für die erste Runde des DHB-Pokals in der Saison 2017/18 qualifiziert.

Beim aktuellen Tabellenführer der Sachsen-Anhalt-Liga im Magdeburger Stadtteil Fermersleben taten sich die Burgenländerinnen einigermaßen schwer. „Uns stand der Innenblock mit Caroline Konrad und Anna-Maria Schulz nicht zur Verfügung. Außerdem hatten wir keine Kreisläuferin mit. Dadurch wurde es gegen das körperlich starke und routinierte FSV-Team, dessen Spielerinnen zum Großteil an der Magdeburger Sportschule ausgebildet worden sind, natürlich nicht leichter“, so HCB-Coach Steffen Baumgart. Der richtige Zugriff in der Abwehr habe gefehlt, „aber nur 24 Gegentore sind auch nicht so schlecht“.

FRAUEN: FSV Magdeburg – Burgenland 24:28 (14:15). HCB: Miriam Ihle, Jessica Plitz; Caroline Rosiak 1, Jessica Stiskall 6, Julia Luther 1, Theresa Gering, Carmen Ringler 7, Lavinia Poterasi 7, Charlotte Wojna 5, Lena John 1.

Ihr nächstes Punktspiel in der Oberliga bestreiten die HCB-Männer erst am Sonnabend, 25. Februar, 19 Uhr, beim USV Halle. Die Burgenländerinnen haben am Sonntag, 26. Februar, 16 Uhr, in Plotha Heimrecht gegen Union Halle-Neustadt II.

– Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/25722176 ©2017