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HCB-Männer erobern den „Dachsbau“!

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VON TORSTEN KÜHL

Burgenländer gewinnen 38:37 in Freiberg und sind damit nun Tabellenvierter der Oberliga.

FREIBERG.

Nach dem sensationellen 60:45-Heimerfolg haben die Männer des HC Burgenland auch die Auswärtspartie bei der HSG Freiberg gewonnen. Die Schützlinge von Ines Seidler setzten sich am späten Sonnabend im ausverkauften „Dachsbau“ mit 38:37 (17:16) durch, überholten damit die bisher punktgleichen Sachsen und sind nun Vierter der Oberliga.

Rot für Benecke und Schindler

„Es war zwar kein schönes Spiel, aber es war fast alles drin, was man sich vorstellen kann“, sagte die HCB-Trainerin. So wurden Seidlers ohnehin komplizierten Personalplanungen (Marcel Kilz und Tobias Seyfarth sind verletzt, Max Najmann war beruflich verhindert) im Laufe des Spiels über den Haufen geworfen, als sie Ants Benecke bereits in der 18. Minute durch eine Rote Karte (wegen eines Fouls) und zu Beginn der zweiten Halbzeit auch Jan Schindler (nach der dritten Zeitstrafe) verlor. „Wie unsere dezimierte Truppe das Ding dann trotzdem gezogen hat, war super“, freute sich Ines Seidler. „Die Jungs haben gezeigt, was sie ausmacht: die Stärke, bis zur letzten Sekunde an den Sieg zu glauben.“

Sogar Torwart Rasmussen trifft

Die HCB-Mannschaft habe, so die Trainerin, in Freiberg viele Matchwinner gehabt. Dabei erzielte sogar Torwart Stig-Top Rasmussen einen Treffer, als er auf der linken Seite auf und davon ging und den HSG-Keeper mit einem Heber düpierte. Florian Spitz, Marcus Deibicht und der Coach der Burgenland-Frauen, Steffen Baumgart, hätten diszipliniert gespielt und für Ruhe gesorgt. Max Fuchs aus der HCB-Zweiten habe, nachdem er noch eine Halbzeit für das Verbandsliga-Team gespielt hatte (36:21-Sieger gegen Wittenberg-Piesteritz), wie schon im Hinspiel überzeugt; er erzielte acht Tore.

Und das i-Tüpfelchen setzte der ebenfalls starke Tobias Ufer, der vier Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter, den Baumgart herausgeholt hatte, cool verwandelte. Diese Nervenstärke ist umso beachtlicher, bedenkt man, dass zuvor Kenny Dober acht Mal an die Strafwurflinie getreten war, aber drei Mal nicht verwerten konnte. „Das war eine tolle Stimmung“, lobte Ines Seidler die faire Atmosphäre in der mit mehr als 600 Fans ausverkauften Ernst-Grube-Halle.

HSG Freiberg – HC Burgenland 37:38 (16:17). HCB: Stig-Top Rasmussen 1, Thomas Drese; Hendrik Hein 2, Kenny Dober 9/5, Ants Benecke 2, Florian Spitz 1, Marcus Deibicht 2, Jan Schindler 6, Tobias Ufer 7/1, Steffen Baumgart, Maximilian Fuchs 8; kein Einsatz: Christian Haufe, Stephan Meyer.

Spielfilm: 2:2 (5. Minute), 4:8 (10.), 7:11 (15.), 10:12 (20.), 15:15 (25.), 18:20 (35.), 23:23 (40.), 27:26 (45.), 29:31 (50.), 34:34 (55.)

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – www.freiepresse.de