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HCB ohne beide Stammkeeper!

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VON HARALD BOLTZE

Burgenland-Team reist mit großen Personalsorgen zur morgigen Partie bei der HSG Werratal. Lockerer können es die Damen des Vereins angehen.

NAUMBURG.

Während es sich in den vergangenen Jahren für HCB-Trainerin Ines Seidler aufgrund des Verletzungspechs in ihrer Mannschaft durchaus gelohnt hätte, noch ein Medizinstudium zu absolvieren, blieben die Mannen des HC Burgenland in dieser Spielzeit bisher von größeren Verletzungen verschont. Doch pünktlich zum Rückrundenstart am morgigen Sonnabend bei der HSG Werratal 05 kehren diese Sorgen zurück. „Definitiv fehlen werden uns Marcus Deibicht und Steven Worbel. Und hinter Marcel Kilz und Hendrik Hein stehen wegen Fußverletzungen, die sie diese Woche im Training erlitten haben, dicke, dicke Fragezeichen“, meint die Übungsleiterin.

Das größte Problem hat sie jedoch auf der Torwartposition. Stephan Harseim ist nach seiner Verletzung weiterhin nicht einsatzfähig, und Stammkeeper Thomas Drese wird die Fahrt nach Breitungen morgen aus privaten Gründen ebenfalls nicht antreten. „Wir sind die ganze Woche schon fieberhaft am Arbeiten, das Torwartproblem zu lösen, vielleicht sogar mit einem externen Keeper. Wenn das nicht gelingt, fahren wir mit unserem dritten Torhüter, Kevin Lang, und vielleicht noch jemandem aus der Zweiten oder Dritten. Dann muss es halt auch so gehen“, blickt Ines Seidler voraus. Als Feldspieler wird der Trainer der Damen, Steffen Baumgart, der vergangenes Wochenende auch die zweite HCB-Mannschaft verstärkt hatte, für die „Erste“ in die Bresche springen.

Eine leichte Aufgabe erwartet Ines Seidler beim Drittletzten (7:19 Punkte) nicht. Werratal habe durch den Trainerwechsel Auftrieb bekommen, konnte zuletzt Spergau deutlich schlagen. „Wenn wir in der Tabelle nicht abrutschen wollen, sind wir fast schon gezwungen, dort zu gewinnen. Ansonsten war all das, was wir uns bisher in dieser Saison aufgebaut haben, umsonst. Das muss man so klar sagen“, wird Seidler mit Blick auf den momentan fünften Rang ihrer Mannschaft in der Tabelle der Mitteldeutschen Oberliga deutlich. Eine Warnung sollte aber das Hinspiel sein. Da gelang aufgrund einer sehr schwachen Leistung gegen den damals ebenfalls keineswegs überzeugenden Aufsteiger lediglich ein glückliches Remis.

Ganz anders sieht die Situation hingegen bei der ersten Damenmannschaft des HC Burgenland aus. Mit 12:6 Zählern liegt das Team von Steffen Baumgart derzeit auf einem vor der Saison nicht zu Träumen gewagten dritten Rang und ist damit lediglich hinter den Überfliegerteams aus Leipzig und Chemnitz platziert. Am Sonntag nun steht das Auswärtsspiel bei Koweg Görlitz, dem Tabellensechsten der Mitteldeutschen Oberliga, an. Das Hinspiel hatten die HCB-Damen im September mit 26:21 gewonnen. Gelingt es, dies zu wiederholen, wären zumindest die Abstiegssorgen, die Trainer Steffen Baumgart immer noch zitiert, wohl endgültig vom Tisch.

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – Torsten Biel