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HCB schenkt den „Dachsen“ 41 Tore ein!

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Naumburg – Souverän und zu keinem Zeitpunkt so wirklich gefährdet haben die Oberligahandballer des HC Burgenland mit 41:35 über die HSG Freiberg den dritten Sieg in Folge errungen. In der weiterhin unheimlich ausgeglichenen Mitteldeutschen Oberliga liegt das Team damit nun nur noch vier Minuspunkte hinter dem Spitzenreiter aus Radis, aber auch nur fünf Pluspunkte vor dem elften Rang, der womöglich den Abstieg bedeutet.

Unterstützt von vielen lautstark vertretenen Auswärtsfans aus Freiberg verteilten die Sachsen zunächst ihre traditionellen zwei Partyfässchen einheimisches Bier als Gastgeschenk. Zum Unmut der „Dachse“-Fans waren die Freiberger aber auch nach dem Anpfiff weiter in Geberlaune und offerierten mit unzähligen technischen Fehlern und einfachen Fehlwürfen weiterhin Geschenke. Der HCB ließ sich davon zwar ein wenig anstecken und nutzte ebenfalls die sich bietenden Gelegenheiten nicht konsequent. Und doch war eine gewisse Überlegenheit schnell zu erkennen, die sich in der 5:2-Führung nach neun Minuten auch widerspiegelte. Immer wieder erwiesen sich die Offensivspieler des HCB als zu wendig für die Abwehrreihe der Gastgeber, was zu einfachen Toren und einer Vielzahl an Siebenmetern führte (insgesamt neun, die Kenny Dober allesamt verwandelte). Der Vorsprung wuchs beim 9:5 auf vier Treffer an, war aber wenig später beim 10:10 auch mal gänzlich verschwunden. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, aber zwischendurch immer mal wieder unser Angriffspiel nicht konsequent durchgezogen“, meinte Ines Seidler nach der Partie.

Schon bald fing sich ihr Team aber und warf angetrieben von Kenny Dober und Jan Schindler Tor um Tor zur 21:15-Halbzeitführung. Dieser Sechs-Tore-Vorsprung hielt sich auch bis zum 26:20. Doch allmählich glich sich die HCB-Verteidigung der schwachen Abwehrleistung der Gäste an. Beidseitig gingen die Angreifer nun wie das Messer durch die Butter. „Durch unsere personellen Probleme habe ich mich dazu entschieden, voll auf die Offensive zu setzen, da ich wusste, dass wir das Spiel gewinnen, wenn wir nur ordentlich unser Angriffsspiel durchziehen“, meinte Ines Seidler nach der Begegnung.

Und tatsächlich: Mehrfach kamen die Freiberger, die nun immer wieder schnell und geschickt über den Kreis spielten, auf drei Tore ((28:25; 32:29) heran. Doch wirklich Angst um den Heimsieg musste man als Beobachter nicht haben. So hielt Keeper Stephan Harseim beim Stand von 33:29 einen Siebenmeter und leitete damit eine starke Schlussphase des HCB ein, die schon bald zu einer Sechs- und später sogar Acht-Tore-Führung führte. Wie bereits in Phasen der ersten Halbzeit überzeugte hier auch Maximilian Fuchs, der sogar die „Ehre“ (und damit Pflicht einen Kasten Bier auszugeben) hatte, das 40. Tor zu werfen. „Max hat in diesem Spiel den Schalter umgelegt und richtig stark gespielt“, freute sich Ines Seidler. Bester Torschütze der Platzherren war am Ende jedoch Kenny Dober, der auf überragende 16 Treffer kam.

Eine kuriose Szene noch in den zwei Schlussminuten. Dabei leistete sich HCB-Keeper Franz Flemming eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe wegen Zeitspiels (Seidler: „Das wird leider teuer für ihn“) und Stephan Harseim trat für ihn zwischen die Pfosten. Sekunden später aber musste Harseim mit einer Verletzung seiner Problem-Schulter wieder runter. Und das bescherte Feldspieler Jan Schindler eine Premiere als Torhüter. Motiviert zog er das Leibchen über und sprang zwei Mal den Freiberger Angreifern entgegen. Dass er dabei ohne Parade blieb, fiel beim 41:35-Sieg nicht weiter ins Gewicht.

HC Burgenland – HSG Freiberg 41:35 (21:15). HCB: Stephan Harseim, Franz Flemming, Kenny Dober 16/9, Ants Benecke 7, Tobias Seyfarth 5, Stephan Fichtner, Florian Spitz, Jan Schindler 7, Christian Haufe, Tobias Ufer 1, Maximilian Fuchs 4, Benedikt Schmidt 1.

Spielfilm: 2:1 (5. Min.), 5:3 (10.), 9:7 (15.), 11:10 (20.), 17:12 (25.), 24:18 (35.), 26:22 (40.), 29:26 (45.), 32:28 (50.), 37:32 (55).

Ihre nächsten Spiele bestreiten die HCB-Teams in der Oberliga am Sonnabend, 2. April, 17 Uhr bei Glauchau/Meerane (Männer) sowie am 2. April, 20 Uhr, beim SC Hoyerswerda (Frauen).

 

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de