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HCB wirft in Freiberg 48 Tore zum Auswärtssieg!

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VON HARALD BOLTZE UND TORSTEN KÜHL

Burgenländer landen in Sachsen trotz verschlafenem Start zweiten Erfolg in Serie. Harseim hält fünf Siebenmeter. Frauen des Clubs erreichen Remis. Keeperin Radenz mit starker Leistung.

FREIBERG/PLOTHA.

Zweiter Sieg in Folge und 48 (!) Auswärtstore: Die Oberliga-Handballer des HC Burgenland können mit einem guten Gefühl in die Spielpause vor der nächsten Begegnung in knapp zwei Wochen gegen den HC Glauchau/ Meerane, der den Tabellenzweiten Apolda mit 31:24 bezwang, gehen. In Freiberg, bei der für ihr wildes Offensivspiel bekannten HSG-Mannschaft, siegten die Schützlinge von Trainerin Ines Seidler am späten Sonnabendabend mit 48:43.

Dabei sah es zunächst gar nicht nach einem Auswärtserfolg aus. „Wir haben den Start total verschlafen und sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, sagte die HCB-Übungsleiterin, die beim Spielstand von 7:2 für die Sachsen bereits nach acht Minuten eine ungewöhnlich frühe Auszeit nahm.

Diese jedoch weckte ihr Team, das sich fortan konsequent auf sein Angriffsspiel konzentrierte und in der Abwehr ab der 20. Minute mit dem eingewechselten Torhüter Stephan Harseim einen tollen Rückhalt hatte. Harseim parierte etliche freie Würfe, darunter fünf der acht Siebenmeter der Freiberger. Zudem fruchtete die offensive Deckung der Burgenländer, die auf ihre beiden etatmäßigen Kreisläufer komplett verzichteten. So kam es, dass das HCB-Team Tor um Tor aufholte, beim 17:17 ausglich und unter dem Jubel der etwa 50 mitgereisten und lautstarken Fans sogar mit einer 20:17-Führung in die Pause ging.

„Wir müssen die nächsten zehn Minuten unbedingt überstehen“, sagte Ines Seidler dann ihrer Mannschaft in der Kabine. Und diese setzte die Vorgabe um. Mit hohem Körpereinsatz (und damit verbunden etlichen Zeitstrafen) ließ sich die Gästemannschaft auf einen offenen Schlagabtausch ein und wurde belohnt. Beständig blieb der HCB mit vier bis fünf Toren in Führung, wobei in der bestens aufgelegten Offensive Jan Schindler mit seinen 15 Treffern natürlich herausragte. Auch der für den mit einem Virusinfekt verhinderten Ants Benecke eingesprungene Stephan Meyer machte seine Sache mit zwei Toren ordentlich. Der Sieg geriet somit nicht mehr in Gefahr, und der Sprung auf den siebenten Tabellenrang der Mitteldeutschen Oberliga war der Lohn. „Jetzt können wir 14 Tage in Ruhe miteinander trainieren und haben dann mit Glauchau/Meerane am 21. November eine richtige Kante vor uns“, blickte die HCB-Trainerin auf die nächste Aufgabe.

MÄNNER: HSG Freiberg – HC Burgenland 43:48 (17:20). HCB: Stephan Harseim, Franz Flemming, Kenny Dober 10/4, Florian Spitz 1, Jan Schindler 15, Max Weber 6, Tobias Ufer 4, Maximilian Fuchs 6, Benedikt Schmidt 4, Stephan Meyer 2 – Siebenmeter: HSG 8/3, HCB 7/4 – Zeitstrafen: HSG 7, HCB 10.

Spielfilm: 5:1 (5.), 7:5 (10.), 12:9 (15.), 16:14 (20.), 17:17 (25.), 22:25 (35.), 27:31 (40.), 31:35 (45.), 36:40 (50.), 40:44 (55.)

 

F-MDOL, 7. Spieltag: HC Burgenland – TSV Niederndodeleben

Die Frauen des HC Burgenland haben am späten Sonntagnachmittag in der heimischen Sporthalle in Plotha ein 22:22 gegen den punktgleichen TSV Niederndodeleben erreicht. „Das war ganz klar ein gewonnener Punkt, den sich unsere Mannschaft dank einer kämpferisch ganz starken Leistung absolut verdient hat“, meinte HCB-Trainer Steffen Baumgart, der ohnehin ein Duell auf Augenhöhe prognostiziert hatte.

„Niederndodeleben gehört für mich zu den Top Fünf der Mitteldeutschen Oberliga, und an einem guten Tag können wir dort auch mitspielen“, so Baumgart. Sein Team hatte die erste Halbzeit über weite Strecken dominiert, dann aber den Spielfaden verloren und sich zu viele Fehler geleistet, so dass sich die Gäste bis zur Pause zum 10:10 herankämpfen konnten. Nach dem Seitenwechsel lag das routinierte TSV-Team phasenweise mit vier Treffern vorn, doch die bereits erwähnte große Moral der Burgenländerinnen und eine hervorragend aufgelegte Susann Radenz zwischen den Pfosten ließen die Aufholjagd der Einheimischen wenigstens mit einem Teilerfolg enden. Den Treffer zum 22:22-Endstand erzielte Jessica Stiskall drei Sekunden vor Schluss. Sie war zusammen mit Anna-Maria Schulz und Marie Knappe (je fünf Treffer) erfolgreichste Werferin des HCB.

Zurück zu Susann Radenz, die – gänzlich ohne Training (Tageblatt/ MZ berichtete) – eingesprungen war, weil Marie Schuhknecht, Leonie Mißalla (beide verletzt) und Jessica Altner (privat verhindert) fehlten. „Das war aber wirklich eine Ausnahme. Ihr fehlt leider einfach die Zeit, uns im Tor öfter auszuhelfen“, sagte Coach Baumgart zum gelungenen Comeback der Wahl-Berlinerin.

FRAUEN: HC Burgenland – TSV Niederndodeleben 22:22 (10:10). HCB: Susann Radenz; Caroline Mewes 1/1, Melanie Steinbach, Theresa Gering, Jessica Stiskall 5/1, Elisabeth Sorge 2/1, Julia Luther, Kathrin Bonsa 1, Carmen Ringler 3, Marie Knappe 5, Lena Matte, Lena John, Anna- Maria Schulz 5.

Ihr nächstes Punktspiel bestreiten die HCB-Männer am Sonnabend, 21. November, 19 Uhr, im Naumburger „Euroville“ gegen Glauchau/Meerane. Die HCB-Frauen gastieren am Sonntag, 22. November, 16 Uhr, bei der zweiten Mannschaft des HC Rödertal.

 

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de