2. Männer

Heimsieg erst in den letzten Sekunden

Prittitz(coco)Mal wieder ein aufregendes Spiel mit einigen Wendungen erlebten die Zuschauer in der Partie der „Zweiten“ gegen den Jessener SV 53. Am Ende stand ein verdienter, aber auch ein wenig glücklicher Erfolg für den gastgebenden HCB.
Die Hausherren agierten zu Beginn aggressiv in der Deckung und provozierten Ballverluste des Gegners, der zunächst nicht zum Abschluss kommen sollte. Im Angriff wollte man über den Kreis und die Außen zum Erfolg kommen. Das gelang ganz gut und Sebastian Enke und Bertram Fischer waren die ersten Torschützen für den HC Burgenland. Sie brachten ihr Team mit 4:0 in der 6. Minute nach vorn. Jetzt kamen die Jessener ins Spiel und versuchten ihrerseits hauptsächlich über den Kreis die Abwehr der Gastgeber aufzubrechen. Die konnten den Vorsprung aber verteidigen und Theo Plitz erhöhte mit einem verwandelten 7-Meter auf 9:4 nach 15 Minuten. Danach lief aber nicht mehr viel in der Offensive der Burgenländer. Immer wieder rannte man sich in der JSV Abwehr fest und die wenigen klaren Möglichkeiten wurden des Öfteren vergeben. Die Gäste, mit ihrem geduldigen und langsamen Aufbauspiel, warteten auf Fehler der HCB Verteidiger und konnten den Rückstand Tor um Tor aufholen. Bis zur Halbzeit waren sie beim 12:10 auf 2 heran gekommen, so dass die Partie wieder völlig offen war.
Gleich mit dem ersten Angriff im 2. Durchgang konnte der Tabellen-3. auf 13:10 erhöhen. Doch dieser Treffer sollte für quälend lange 10 Minuten das letzte Erfolgserlebnis der HCB Offensive bleiben. Die Jessener verstanden es zumindest einige ihrer Chancen zu nutzen und so hatten sie die Partie in der 42. Minute beim Stand von 13:14 gedreht. Nun reagierte Coach Radkevitch und brachte für den etwas glücklosen Martin Laue den erst 19-jährigen Stephan Meyer auf Rückraum Links. Der Ex-Steudener, endlich mal auf seiner „Lieblingsposition“ eingesetzt, zeigte gleich in seiner ersten Aktion zu was er fähig ist. Aus vollem Lauf hämmerte er den Ball in den gegnerischen Kasten zum Ausgleich. Auch in den folgenden Attacken der Hausherren war er nun die erste Option beim Abschluss und erzielte 3 weitere Tore zum 17:14. In ihrer besten Zeit, wo sowohl vorne wie hinten fast alles passte, konnte die „Zweite“ den Vorsprung bis zur 51. Minute auf 20:15 ausbauen. Doch wer nun dachte die Gastgeber streben einem ungefährdeten Erfolg entgegen, sah sich getäuscht. Es begann mal wieder eine der berüchtigten und dramatischen Schlussphasen wie sie dieses Team schon mehrmals erlebt hat. Schuld an dem was nun geschah hatten die Männer um Captain Jan Sträletzky selber. Viel zu hektisch und unsicher gaben sie leichtfertig die Bälle aus der Hand und erlaubten sich auch in der Defensive einige Unaufmerksamkeiten. Die routinierten Männer aus Jessen nahmen diese „Geschenke“ dankbar an. In der 58. Minute erzwangen sie das 20:20. Als Sebastian Enke kurz darauf die Flaute im Angriff beenden und zum 21:20 ein netzen konnte, war man dem Sieg schon sehr nah. Aber dem JSV gelang es in der Schlussminute die Deckung der Burgenländer auszuhebeln und erneut auszugleichen. Die letzte Attacke lief und die Gastgeber behielten ihre Nerven und warteten auf ihre Chance. Plötzlich ging im Jessener Abwehrzentrum eine riesige Lücke auf und Regisseur Max Fuchs konnte mit seinem einzigen Torwurf an diesem Tag 5 Sekunden vor Ultimo den entscheidenden Treffer zum 23:22 erzielen.
Betrachtet man das ganze Spiel, haben sich die Burgenländer diesen Erfolg mit Sicherheit verdient, auch wenn es gerade im Spiel nach vorn viel Leerlauf gab. Am Ende hatte man das nötige Glück und wusste kämpferisch im Vergleich zum Frankleben Spiel zu überzeugen.

Für den HCB spielten:
Sandro Zacher, Tristan Enke;
Jan Sträletzky, Max Fuchs(1), Sebastian Enke(3), Stephan Meyer(5), Martin Laue(2), Oliver Meyer, Bertram Fischer(5/1), Theo Plitz(4/2), Christian Haufe, Marcel Großmann(2)