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Je besser desto besser!

Veröffentlicht

VON TORSTEN KÜHL

Die Männer des HC Burgenland sind gegen die Spitzenteams der Oberliga immer besonders stark. Und an diesem Sonnabend kommt Tabellenführer Glauchau/Meerane…

NAUMBURG.

Dass sich die Handballmänner des HC Burgenland zu einem Spitzenteam der Mitteldeutschen Oberliga entwickelt haben, steht außer Frage. Rang fünf nach der vergangenen Saison, der ihnen ein Platz auf der Kandidatenliste der hiesigen Sportlerwahl eingebracht hat, und aktuell die vierte Position belegen dies. Auffällig ist aber auch, dass sich die Schützlinge von Ines Seidler besonders gegen die anderen Spitzenteams der Liga mit starken Leistungen hervortun. Die laufende Saison ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Stärker in der Abwehr, große Moral

Mit einer Ausnahme – der allerdings heftigen 28:39-Heimniederlage gegen den SV Hermsdorf – haben die Burgenländer bislang gegen noch keine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte verloren. Besonders eindrucksvoll waren zweifellos der 32:26-Hinspielerfolg bei Tabellenführer HC Glauchau/Meerane (dies waren die ersten Punktverluste der sächsischen Kombination überhaupt), der ebenso deutliche 36:30-Erfolg beim damaligen Ranglistenzweiten in Plauen sowie der sensationelle 60:45-Heimsieg gegen Freiberg.

Und: Der besagte Ausrutscher gegen Hermsdorf hatte bekanntlich auch seine Gründe (neben einer allerdings schwachen Tagesform der HCB-Männer). Ihr Stammkeeper Thomas Drese hatte gefehlt, Stig-Top Rasmussen war noch nicht da, und Stephan Harseim kugelte sich in dieser Partie gegen sein Ex-Team den Arm aus, fiel frühzeitig ebenfalls aus. Kevin Lang als Vertreter des Vertreters stand damals im „Euroville“ allein und oft chancenlos auf weiter Flur.

An diesem Sonnabend hat der HCB wieder ein Spitzenteam vor der Brust, und zwar die Handballer aus Glauchau und Meerane, die die Tabelle wie schon beim ersten Aufeinandertreffer noch immer anführen. Warum ihre Mannschaft ausgerechnet gegen die besten Teams der Mitteldeutschen Oberliga nicht nur gut mithält, sondern meist auch die Oberhand behält, weiß Ines Seidler auch nicht so genau. „Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht. Fakt ist: Wenn es unsere Mannschaft versteht, sich über 60 Minuten zu konzentrieren, wenn wirklich alles stimmt, dann können wir jedem Gegner der Liga auf Augenhöhe begegnen.“ So wie im Hinspiel gegen Glauchau/Meerane, „da hat bei uns ganz viel gepasst, und der Gastgeber hat zu viele Chancen ausgelassen“. Falls aber ein, zwei Stammkräfte unter ihrer Normalform bleiben, werde es ganz schwierig.

Die HCB-Trainerin hat auch eine positive Entwicklung ihres Teams ausgemacht: „Wir haben uns in der Abwehr verbessert, sind da jetzt viel aggressiver. Und die Jungs verfügen einfach über eine Qualität im kämpferischen Bereich, wie man sie sich nur wünschen kann.“ Da werde zu jeder Sekunde des Spiels an die eigene Siegchance geglaubt. Die oftmals noch aufgeholten klaren Rückstände, vor allem auch gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, machen diese von Ines Seidler angesprochene Qualität deutlich. „Und das haben die anderen Teams natürlich auch registriert“, sagt sie.

Auch gegen den körperlich starken Spitzenreiter muss die HCB-Trainerin morgen – wie schon zuletzt beim 38:37-Erfolg in Freiberg – auf die verletzten Marcel Kilz und Tobias Seyfarth verzichten. Hinter dem Einsatz von Marcus Deibicht (Grippe) steht ein großes Fragezeichen. Auf Akteure aus der zweiten Mannschaft kann sie diesmal nicht bauen, weil diese sich sonst in der Ersten festspielen würden.

Sebastian Fende wird reaktiviert

Zum Kader gehören werden wieder Max Najmann (zuletzt oft beruflich verhindert) und Steffen Baumgart, Coach der HCB-Frauen, der schon in Freiberg mit von der Partie war. Als Joker zieht Seidler den mittlerweile in Gardelegen arbeitenden und lebenden Sebastian Fende, der noch immer Mitglied bei den Burgenländern ist. „Er ist topfit und wird uns, wenn nötig, helfen“, berichtet die Übungsleiterin.

Anwurf zum Spitzenspiel HC Burgenland (4.) gegen HC Glauchau/Meerane (1.) ist am Sonnabend, 28. März, 19 Uhr, in der Sporthalle in der Naumburger Seminarstraße.

Gegen die „Top sieben“ nur einmal verloren

 

Die obere Tabellenhälfte der Mitteldeutschen Oberliga vor dem 22. Spieltag:

1.Glauchau/Meerane 33:9 Punkte

2.USV Halle 31:11

3.HC Einheit Plauen 30:12

4.HC Burgenland 27:15

5.HSG Freiberg 25:17

6.SV Hermsdorf 25:17

7.TuS Radis 23:19

Die bisherigen Ergebnisse der Burgenländer gegen die „Top sieben“ der Oberliga (A = Auswärtsspiel, H = Heimspiel):

HC Glauchau/Meerane: 32:26 (A)

USV Halle: 34:34 (A), 31:31 (H)

HC Einheit Plauen: 36:30 (A)

HSG Freiberg: 60:45 (H), 38:37 (A)

SV Hermsdorf: 28:39 (H)

TuS Radis: 30:30 (A), 25:24 (H)

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de