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Jubelt der HCB auch gegen die Alligatoren?

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VON TORSTEN KÜHL

Der Gegner der Burgenländer am Sonnabend im „Euroville“ hat auswärts zuletzt sieben Mal in Folge verloren. Das Hinspiel gewannen jedoch die Ascherslebener.

NAUMBURG.

Wer auf Spektakel steht und nicht die Zeit (oder die Muße/finanziellen Mittel) hat, mit Schalke nach Madrid zu fliegen oder ein Heimspiel der Bayern zu besuchen, der sollte mal die Sportart wechseln und zu den Handballern des HC Burgenland gehen. Bei deren Heimspielen bekommt man immer etwas geboten für sein Eintrittsgeld. Die letzten drei Auftritte der Schützlinge von Ines Seidler waren besonders spektakulär. Wie sie beim 31:31 gegen den USV Halle, 25:24 gegen Radis und 31:31 gegen Staßfurt jeweils klare Rückstände in den Schlussminuten noch aufgeholt haben – Chapeau!

An diesem Sonnabend ist die Zeit wieder reif für ein Heimspiel-Spektakel der HCB-Männer in der Mitteldeutschen Oberliga. Mit den „Alligators“ aus Aschersleben reist der aktuelle Tabellenzehnte nach Naumburg. Das von Dimitri Filippov trainierte Team hat sechs Zähler Rückstand auf die Burgenländer. „Unsere Gäste gehören absolut in die Oberliga, haben mit Rechtsaußen Carsten Kommoß sowie den Rückraumspielern Martin Wartmann und Alexander Weber gestandene Akteure in ihren Reihen. Aber sie hatten in dieser Saison auch große Verletzungssorgen“, weiß Ines Seidler. Deshalb haben die Ascherslebener jetzt mit Frank Seifert und Keeper Andreas Böhm, an dem auch der HCB interessiert gewesen sein soll, zwei erfahrene Spieler reaktiviert, um ihren schmalen Kader etwas breiter zu machen.

Die Alligators haben zuletzt Abstiegskandidat Spergau in eigener Halle klar mit 36:28 besiegt und davor beim TuS Radis mit 28:31 verloren. Überhaupt gibt es bei den Handballern aus dem Salzlandkreis eine große Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärts-Leistungen beziehungsweise -Ergebnissen. Sieben Mal in Folge haben sie zuletzt in des Gegners Halle verloren. „Wir spielen ja oft gut mit“, meint Kapitän Martin Wartmann, „aber uns fehlt einfach mal ein Erfolgserlebnis.“

An das Hinspiel in Aschersleben hat HCB-Trainerin Ines Seidler, deren Team dort mit 31:34 verlor, keine guten Erinnerungen: „Das war unsere bislang schlechteste Saisonleistung – spielerisch wie kämpferisch.“ Seidler baut gegen die Alligators wieder auf das Torwart-Duo Stig-Top Rasmussen/Thomas Drese; Linksaußen Max Najmann fehlt höchstwahrscheinlich arbeitsbedingt. Rückraumwerfer Steven Wrobel wird gegen Aschersleben und im folgenden Auswärtsspiel in Freiberg aussetzen, um dann dem Verbandsliga-Team der Burgenländer im Saisonendspurt helfen zu können.

Anwurf gegen Aschersleben ist am Sonnabend, 19 Uhr, im „Euroville“.

 

 

F-MDOL: HC Burgenland – SG HV Chemnitz

Tabellenzweiter Chemnitz in Plotha zu Gast

 

Die Burgenländerinnen haben an diesem Wochenende in der Oberliga ebenfalls Heimrecht. Sie empfangen am Sonntag, 16 Uhr, in Plotha die SG HV Chemnitz. Der Tabellenzweite hat vor Wochenfrist mit seiner 25:30-Niederlage gegen Niederndodeleben den Weg frei gemacht für den vorzeitigen Staffelsieg des SC Markranstädt. Dieser trifft nun in der Aufstiegs-Relegation zur 3. Liga auf den HC Rostock. „Luise Ganske ist aus Russland zurückgekehrt und steht wieder im Kader. Wir wollen natürlich vor heimischem Publikum unsere Negativserie von zuletzt vier Niederlagen beenden“, so HCB-Mannschaftsleiter Danny Nas vor dem Spiel gegen Chemnitz.

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de