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Mit Hempel kommt der Erfolg

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Quelle: NTB (Torsten Kühl)/Bilder von Sabine Hempel

HC Burgenland ringt in der Mitteldeutschen Oberliga den Tabellenvierten Glauchau/Meerane mit 32:31 nieder. Starker Keeper ist der Matchwinner.

Die Handballmänner des HC Burgenland können in der Mitteldeutschen Oberliga nicht nur Spiele mit einem Tor verlieren. Ihnen gelingen auch ebenso knappe Siege. Einen solchen feierten sie am Sonnabendnachmittag im „Euroville“ zu ungewohnter Zeit – sonst spielt das HCB-Team in eigener Halle abends – mit dem 32:31 gegen den Tabellenvierten Glauchau/ Meerane. Zu diesem rücken sie damit bis auf einen Punkt heran.

Trainerin Ines Seidler hebt nach starken Leistungen ihrer Schützlinge ungern jemanden hervor. Und so sprach sie von einer „Signalwirkung“, die die Einwechslung von Keeper Florian Hempel Mitte der ersten Halbzeit beim Stand von 10:13 für ihr Team gebracht habe. Aber tatsächlich muss man Hempel als einen der Matchwinner bezeichnen. Sofort zeigte er zwei Paraden, und die Burgenländer verwandelten ihren Drei-Tore-Rückstand – auch dank zweier Treffer des ebenfalls sehr starken und insgesamt neunmal erfolgreichen Linksaußen Ants Benecke – bis zur Pause in eine Führung (17:16).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie stets spannend. Die starken Sachsen, die in der ersten Runde des DHB-Pokals den Bundesligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke an den Rand einer Niederlage gebracht hatten (Tageblatt/MZ berichtete), drehten das Ergebnis wieder und lagen 16 Minuten vor Schluss erneut in Front (24:25). Als das Spiel zu kippen drohte, war Hempel wieder zur Stelle. Nach dem Ausgleichstreffer von Kenny Dober entschärfte der vor Saisonbeginn vom Dessau-Roßlauer HV zum HCB gekommene Keeper die vier (!) folgenden Angriffe der Gäste. So konnten die Hausherren durch Tore von Dober und des wieder formverbesserten Jan Schindler auf 27:25 davonziehen. Spätestens, nachdem Hendrik Hein, Benecke und Schindler – im Wechsel mit weiteren Hempel-Paraden – den Vorsprung des HCB auf vier Treffer ausgebaut hatten, war die spannende Partie entschieden. Da half es den Gästen auch nicht, dass deren Coach Vasile Sajenev über weitere Strecken der Begegnung seine Aufbaureihe mit den Routiniers David Kylisek, Vaclav Toman (wird im Januar 40) und Rostislav Bruna besetzte, was laut Ines Seidler eher unüblich und sonst wohl auch nicht nötig sei. „Unsere Mannschaft hat mit viel Leidenschaft, einer super Einstellung und in den entscheidenden Phasen auch mit einer tollen Moral gespielt. Deshalb hat sie sich diesen Sieg redlich verdient“, sagte die HCB-Trainerin nach dem Spiel.

Matchwinner Florian Hempel gab sich indes bescheiden: „Klar, man ist als Torwart ein guter Rückhalt für sein Team, wenn man auch mal sogenannte hundertprozentige Chancen des Gegners zunichtemacht. Aber als Keeper bist du natürlich auch auf eine gut funktionierende Abwehr vor dir angewiesen, und die hat in diesem Spiel über weite Strecken tatsächlich gut funktioniert. Und die 32 Treffer im Angriff haben freilich auch die anderen geworfen.“

So gab es für alle HCBer am Sonnabendabend auf der gemeinsamen Club-Weihnachtsfeier im Stößener Schützenhaus eine Menge zu begießen. Für Keeper Hempel war – weil er am Ende des Spiels eine unliebsame Bekanntschaft mit dem Ball gemacht und deshalb Kopfschmerzen hatte – allerdings schon um 2 Uhr Schluss. Die meisten seiner Teamkollegen sollen länger ausgehalten haben…

HCB spielte mit:
Thomas Drese, Florian Hempel; Hendrik Hein 2, Kenny Dober 7/2, Ants Benecke 9, Tobias Seyfarth 5/3, Florian Spitz 1, Marcus Deibicht, Jan Schindler 6, Sebastian Fende, Tobias Ufer 1, Marcel Kilz 1

Spielfilm:
3:3 (5. Minute), 6:7 (10.), 6:8 (15.), 8:10 (20.), 11:13 (25.), 20:19 (35.), 22:22 (40.), 25:25 (45.), 27:25 (50.), 29:26 (55.).

Ihr letztes Hinrundenspiel bestreiten die Burgenländer mit der vorgezogenen Partie am kommenden Sonnabend, 21. Dezember, ab 16.30 Uhr bei der HSG Freiberg. Im HCB-Bus gibt es noch freie Plätze. Anmeldungen nimmt Torsten Hänel unter der Telefonnummer 0151/64 41 23 46 entgegen.

 

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