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Nervenschonender Heimsieg!

Veröffentlicht

VON HARALD BOLTZE

Dank einer konzentrierten Leistung geraten die Oberliga-Handballer des HC Burgenland beim 38:30 gegen Aschersleben kaum in Bedrängnis.

NAUMBURG.

Kein Krimi, kein Drama, keine Aufholjagd: Nach den intensiven Heimspielen der vergangenen Wochen boten die Oberligaspieler des HC Burgenland ihren Zuschauern am Sonnabend einen nervenschonenden, aber dennoch unterhaltsamen Handballabend. Durch eine durchweg konzentrierte, starke Leistung sprang dabei am Ende ein über weite Strecken ungefährdeter 38:30 (16:13)-Heimsieg über die Ascherslebener Alligatoren heraus.

Die Gäste jedoch hatten es in der Hand, die Partie länger spannend zu halten. Mit einer wohl historisch schlechten Ausbeute von der Strafwurflinie, von der lediglich einer (!) der sechs (!!) Versuche den Weg ins Tor fand, gab das Team von Weltmeister und Olympiasieger Dmitri Rudolfowitsch Filippow diese Chance aber selbst aus der Hand. An eine solch schlechte Strafwurf-Quote einer Mannschaft konnte sich auch HCB-Übungsleiterin Ines Seidler nicht erinnern: „Man muss aber sagen, dass Stig Top Rasmussen bei uns im Tor eine echte Erscheinung ist, die vielen Schützen Respekt einflößt.“

Neben dem Lob für beide Torhüter war sie mit dem gesamten Team hoch zufrieden. Etwas heraus stellte sie lediglich Tobias Seyfarth, der mit elf Toren und einer klasse Wurfausbeute glänzte. „Ich denke, so hat man Stups lange nicht gesehen. Wir hatten alle beide viel Geduld miteinander. Das hat sich nun ausgezahlt“, freute sich Seidler.

Bis das Spiel in die für den HCB positiven Bahnen geriet, gab es zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase mit einem starken Gäste-Torwart zu sehen, der mit guten Paraden und präzisen Abwürfen drei Kontertore einleitete. Auf der Gegenseite provozierten aber auch die HCB-Verteidiger gegen die großteils uninspirierte Gäste-Offensive viele Ballverluste. Auch die führten zu Gegenstößen, wobei vor allem Ants Benecke in Hälfte eins auftrumpfte wie lange nicht. Von 6:6 zog das HCB-Team so auf 9:6, später 14:11 und schließlich bis zum 16:13-Halbzeitstand davon.

Nicht mehr auf dem Feld stand zu diesem Zeitpunkt allerdings Marcel Kilz. Aufgrund einer Knie-Blessur humpelte der in der Vergangenheit häufig von Verletzungen geplagte Kapitän Mitte der ersten Hälfte mit schmerzverzerrtem Gesicht in Richtung Bank. „Wir haben noch keine Diagnose, hoffen aber, dass er glimpflich davonkommt. Am späteren Abend konnte er zumindest wieder richtig auftreten“, meinte seine Trainerin gestern auf Tageblatt/MZ-Anfrage.

Für Kilz rückte Christian Haufe an den Kreis, der seine Sache mit viel Aufwand in der Deckung und einem eigenen Tor auch ordentlich erledigte. Erst gegen Ende der Partie wurde Haufe durch Kreisläufer Hendrik Hein ersetzt, der derzeit durch eine Fingerverletzung gehandicapt ist.

Durch viele Zeitstrafen entwickelte sich die zweite Hälfte etwas zerfahrener. Ein hochmotivierter Liga-Torschützenkönig Kenny Dober sowie der erwähnt zielsichere Tobias Seyfarth bauten den HCB-Vorsprung aber Tor für Tor aus. Und schon beim 27:21 nach reichlich 40 Minuten war der Drops in dieser Partie des Tabellenfünften gegen den Zehnten eigentlich gelutscht. „Nun fahren wir nach Freiberg“, blickte Ines Seidler nach dem Erfolg nach vorn. „Eine schwierige Partie, in der wir aber unseren Spaß haben wollen“, meinte sie hinsichtlich des Offensiv-Spektakels beim 60:45-Hinspielsieg.

HCB – HC Aschersleben 38:30 (16:13). HCB: Stig Top Rasmussen, Thomas Drese, Hendrik Hein, Kenny Dober 11/2, Ants Benecke 6, Tobias Seyfarth 11/2, Florian Spitz 2, Marcus Deibicht, Jan Schindler 4, Christian Haufe 1, Tobias Ufer 3, Marcel Kilz.

Spielfilm: 2:2 (5. Minute), 4:5 (10.), 9:6 (15.), 11:9 (20.), 19:17 (35.), 24:19 (40.), 29:24 (45.), 33:27 (50.), 35:29 (55.).

Ihr nächstes Oberliga-Spiel bestreiten die HCB-Männer am Sonnabend, 21. März, 20 Uhr, bei der HSG Freiberg.

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de