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Oberliga-Heimspiele im Doppelpack!

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VON TORSTEN KÜHL

HCB-Teams wollen das Jahr mit Erfolgserlebnissen beenden: Männer gegen Zwickau, Frauen gegen Thüringer HC II.

NAUMBURG/PLOTHA.

Die viel zitierte vorweihnachtliche Bescherung: Auch die Oberliga-Mannschaften des HC Burgenland wollen sich in ihren letzten Punktspielen des Jahres selbst beschenken – mit Heimsiegen am Sonnabend ab 19 Uhr in der Naumburger Seminarstraße (Männer gegen Zwickau) und am Sonntag ab 16 Uhr in Plotha (Frauen gegen den Thüringer HC II).

Über den Weg, den fast alle Männermannschaften der Mitteldeutschen Oberliga eingeschlagen haben, kann sich HCB-Trainerin Ines Seidler nur wundern. Da werde munter auf dem Transfermarkt zugeschlagen, mit Ablösesummen gehandelt, die man im Burgenlandkreis nicht zahlen könne. „Unser Weg ist bekanntlich ein anderer. Wir vertrauen auf junge, entwicklungsfähige Spieler aus Mitteldeutschland“, so Ines Seidler.

Vier Tschechen, zwei Japaner

Anders der morgige Gegner. Der Zwickauer HC Grubenlampe hat vor der laufenden Saison drei weitere Tschechen – nach Adam Krejcirik – die in ihrer Heimat schon Erstliga-Erfahrung gesammelt haben, verpflichtet: Ondrej Masak, zuletzt Kapitän und Torschützenkönig beim SV Hermsdorf, sowie Martin Vala und Keeper Josef Pour, der sich zwischen den Pfosten mit dem Japaner Keisuke Inamoto abwechselt. Auch der neue Trainer kommt aus dem „Land der aufgehenden Sonne“: Shinnosuke Uematsu, als Aktiver vierfacher japanischer Nationalspieler und für den EHV Aue in der 2. Bundesliga am Ball, als Coach zuletzt in Diensten der SG DHfK Leipzig/NHV Delitzsch.

Gegen die Zwickauer, die zu DDR-Zeiten sogar zweimal den Aufstieg in die erste Liga geschafft hatten, sieht Ines Seidler ihr Team in der Pflicht: „Wir können selbst entscheiden, ob wir mit einem Lächeln in die Festtagspause gehen oder mit Sorgenfalten auf der Stirn.“ Sie wolle gegen einen Gegner, der „ein bisschen angeschossen ist und in der Liga ums Überleben kämpft“, eine ähnlich geschlossen auftretende HCB-Mannschaft sehen wie beim 36:30-Sieg vor Wochenfrist in Plauen. Mit einem Sieg im „Wohnzimmer“ in der Seminarstraße, wo die Burgenländer zuletzt die HSG Freiberg mit 60:45 von der Spielfläche gefegt hatten, könnten die Seidler-Schützlinge in der Tabelle weiter klettern.

Mit Zehproblemen kämpfen im HCB-Team weiterhin Rechtsaußen Tobias Ufer und Linksaußen Max Najmann. Der Einsatz von Regisseur Marcel Kilz, der sich in Plauen am Knie verletzt hat, ist fraglich.

Verstärkung aus der Bundesliga?

Heimvorteil gegen die Reserve des Deutschen Meisters Thüringer HC hat am Sonntag in Plotha die erste Frauenmannschaft der Burgenländer. „Ich habe mir zwei Videos von diesem Team angesehen, das sehr jung, dynamisch, athletisch und technisch gut ausgebildet ist“, so HCB-Coach Steffen Baumgart. Allerdings hätten die Thüringerinnen auch Pech gehabt, einige Partien knapp verloren und in Görlitz zum Beispiel eine Fünf-Tore-Pausenführung noch verspielt. „Man muss auch abwarten, ob sie wegen der EM-Pause in der Bundesliga einige U-23-Spielerinnen aus ihrer ersten Mannschaft einsetzen werden“, blickt Baumgart voraus. Dennoch erhofft sich der Trainer des Aufsteigers, der zurzeit Vierter ist, einen Sieg gegen den Tabellensiebten. „Damit können wir uns das Weihnachtsfest verschönern.“

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – Torsten Biel/Archiv