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Remis-Könige haben wieder zugeschlagen!

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VON TORSTEN KÜHL

HCB-Männer spielen 30:30 beim TuS Radis. Harseim pariert sechs Siebenmeter.

GRÄFENHAINICHEN.

Bereits zum vierten Mal in dieser Saison der Mitteldeutschen Oberliga haben die Handballmänner des HC Burgenland unentschieden gespielt. Das 30:30 am Sonnabendabend in der Sporthalle Lindenallee in Gräfenhainichen gegen den gastgebenden TuS Radis kommt jedoch für den HCB wie eine gefühlte Niederlage daher, hatte er doch im gesamten Spielverlauf geführt. „Natürlich waren wir nach dem Abpfiff alle traurig. Aber nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, bin ich nicht unzufrieden mit dem einen Punkt“, sagte gestern Trainerin Ines Seidler.

Mit einem gut funktionierenden Torhüter-Duo – Neuzugang Stephan Harseim parierte sechs von acht Strafwürfen (!) – hinter einer sicher stehenden Abwehr dominierten die Gäste die erste Halbzeit. „Das war eine ganz starke Leistung unseres Teams, das super engagiert aufgetreten ist“, berichtet Ines Seidler. Daraus resultierte auch die 20:17-Pausenführung ihrer Mannschaft. „Mir war aber klar, dass das gegen diese erfahrenen Radiser nicht so weitergehen würde.“ Tat es auch nicht. Die Hausherren nahmen den treffsicheren Jan Schindler, der als bester HCB-Werfer auf insgesamt elf Tore kam, in Manndeckung und glichen sofort nach Wiederbeginn zum 20:20 aus. Die Burgenländer ließen sich aber nicht beirren und zogen wieder davon.

Es waren weniger als zehn Minuten noch zu spielen, da lagen die Gäste mit 28:24 vorn. „Nur über die Phase, die dann folgte, muss im Nachgang der Partie zu reden sein“, so die HCB-Trainerin. In jener Phase hätten ihre Schützlinge vier glasklare Torchancen vergeben und insgesamt zu unkonzentriert agiert; Sekunden vor Schluss gelang Radis der umjubelte Ausgleich. In der packenden Endphase musste Ines Seidler im Zentrum auf Ants Benecke, der nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte gesehen hatte, und auf Regisseur Marcel Kilz verzichten. Der Ex-Radiser habe da körperlich nichts mehr zusetzen können. Tobias Seyfarth (Schulterverletzung) saß nur für den absoluten Notfall auf der Bank und konnte auch nicht helfen. Gar nicht dabei war Abwehrrecke Christian Haufe, der im Abschlusstraining in der Sporthalle Seminarstraße umgenickt war. „Die Bodenverhältnisse dort sind eigentlich nicht mehr zu akzeptieren“, schimpfte Ines Seidler.

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – Torsten Biel