1. Frauen1. MännerAllgemein

Saisonstart 2014/15

Veröffentlicht

Alleinstellungsmerkmal!

von Thorsten Kühl

Die Burgenländer sind sowohl mit den Männern als auch den Frauen in der Mitteldeutschen Oberliga vertreten. Das ist einmalig in der vierthöchsten Spielklasse.

Naumburg.  Die einen gehören zum Stammpersonal, für die anderen wird es ein Abenteuer mit unbekannten Gegnern und ungewissem Ausgang. Während die Männer des HC Burgenland (damals noch unter dem Dach des HSV Naumburg-Stößen) zu den Gründungsmitgliedern der Mitteldeutschen Oberliga (MOL) gehörten und dort jetzt ihre vierte Saison angehen, ist die vierthöchste Spielklasse für die Frauen des Clubs absolutes Neuland. Im Verbund bilden die beiden Teams des HCB ein Alleinstellungsmerkmal: Kein anderer Verein ist in der bevorstehenden Saison, die am kommenden Sonnabend beginnt (siehe auch „Vorschau“), sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in der Oberliga vertreten.

Kader nur geringfügig verändert

Ohne große Veränderungen starten die HCB-Männer in das Spieljahr 2014/15. Im Kader wurden lediglich Feinjustierungen vorgenommen. Für den berufsbedingt in Richtung Altmark abgewanderten Sebastian Fende hat man den 25-jährigen Steven Wrobel von MOL-Aufsteiger SG Spergau geholt – quasi als Back-up für Torjäger Jan Schindler im linken Rückraum (siehe auch Aufgebote auf Seite 17). Und mit dem 30-jährigen Stephan Harseim, der vom Liga-Rivalen SV Hermsdorf gekommen ist, verfügt der HCB nun neben Thomas Drese über einen weiteren erfahrenen Keeper. „Wir haben uns da bewusst für einen routinierten Torwart entschieden, denn diese Position kann in unserer sehr ausgeglichen besetzten Liga für uns eine Schlüsselposition werden“, so Trainerin Ines Seidler. Sie sehe keinen großen Favoriten in der MOL, „aber wir werden zahlreiche starke Ausländer in den gegnerischen Mannschaften sehen“. Ein konkretes Saisonziel hat Ines Seidler bisher noch nicht genannt. „Wir wollen erfolgreich starten und werden uns dann Weihnachten in dieser Hinsicht orientieren“, sagt sie

Eine wahre „Wundertüte“ erwartet den neuen Frauentrainer des HCB, Steffen Baumgart, und sein Team. Zwar habe er schon einige der Konkurrenten in der vergangenen Saison in dem sächsischen TV-Lokalsender „8Sport“ beobachten können. Aber inwieweit seine Schützlinge da mithalten könnten, sei ihm freilich noch nicht klar, meint der 31-Jährige, der selbst über Oberliga-Erfahrung (als früherer Spieler des HCB) verfügt.

Für das Abenteuer in der vierthöchsten deutschen Spielklasse ist die Mannschaft der Burgenländerinnen runderneuert worden. Junge, talentierte Handballerinnen – allen voran die aus Weißenfels stammende Rückraumspielerin Jessica Stiskall, die für den HC Rödertal bereits in der 2. Bundesliga gespielt hat – sollen helfen, die Klasse zu halten. „Bei nur einem Absteiger im Zehnerfeld ist das sicher eine machbare Aufgabe“, glaubt Club-Präsident Uwe Gering. Ebenfalls in der Sommerpause zum HCB gewechselt sind Torhüterin Franziska Keller, die Linksaußen Luise Ganske (beide vom SVH Oschatz) und Caroline Mewes (TSG Calbe) sowie erfahrene Kreisläuferin Kathrin Bonsa aus Schkopau.

Duo aus der A-Jugend-Bundesliga

Zudem dürfen auch zwei 16-jährige Talente vom A-Jugend-Bundesligisten Union Halle-Neustadt mit Erwachsenen-Spielrecht für die HCB-Frauen spielen: Torhüterin Eva Sirlinger und Lena Matte (linker Rückraum). Neben den auf dem Spielfeld auf Seite 16 gezeigten Aktiven (Keeperin Susann Radenz wird wegen einer Finger-Operation noch einige Zeit fehlen) gehören eigentlich auch Christina Dreesen und Anna-Maria Schulz zum Oberliga-Kader der HCB-Frauen. „Sie werden aber wegen Kreuzbandrissen in der bevorstehenden Saison leider nicht für uns auflaufen können“, berichtet Coach Baumgart. Zum Auftakt hat sein Team übermorgen im Naumburger „Euroville“ gleich einen ganz harten Brocken: Koweg Görlitz. „Die Sachsen haben zum Beispiel eine frühere polnische Nationalspielerin und weitere starke Athleten in ihren Reihen“, weiß Steffen Baumgart. „Aber herschenken wollen wir die Punkte natürlich nicht.“

Quellen

Text: www.naumburger-tageblatt.de

Bild: HC Burgenland e.V.