1. Frauen

Schlechte Chancenverwertung und zu viele Lücken in der eigenen Abwehr bringen zweite Saisonniederlage

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Beim amtierenden Meister, dem MSV Buna Schkopau, eine 29:31 – Niederlage zu kassieren ist kein Weltuntergang, aber auch in dieser Begegnung war mehr drin. Über die gesamten    60 Minuten haben wir uns selbst ein Bein gestellt, denn wir scheiterten schlussendlich zu oft an unseren eigenen Nerven bzw. der gut aufgelegten Schkopauer Torhüterin. Im eigenen Deckungsverband konnten wir nicht immer den nötigen Biss und die erforderliche Einstellung finden und ermöglichten so den Gastgeberinnen den einen oder anderen ganz leichten Treffer.

Bis auf zwei Unentschieden – Situationen (10:10 und 12:12) mussten wir immer einem Rückstand hinterher laufen.

 

Schon in den ersten dreißig Minuten zeichnete sich ab, dass dieses Aufeinandertreffen auf Messers Schneide geführt werden wird. Keine der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen, zeigten doch auch beide Abwehrformationen Mängel, die durch die Angreiferinnen genutzt werden konnten. Die Meisterinnen des Vorjahres führten meist mit zwei Toren (6:4, 10. Min.; 8:6, 15. Min.) ehe die Aufsteigerinnen fünf Minuten vor der Pause zum letzten Mal (12:12) ausgleichen konnten. Wieder schlichen sich sowohl im Angriff als auch in der Deckung kleine Fehler ein, die zum 14:12 – Pausenstand für die Einheimischen führten.

 

Bekamen die Burgenländerinnen im ersten Abschnitt die Rückraumspielerinnen kaum in den Griff, war die Deckung nach der Halbzeit darauf besser eingestellt. Doch nun verlor man die Schkopauer Kreisläuferin häufig aus den Augen, die zu oft und zu einfach einnetzen konnte. Im eigenen Spiel nach vorn kam man zunehmend die vorgegebene Linie ab und jede Spielerin war faktisch auf sich allein gestellt. Es fehlte an dem nötigen Druck, die Bunesinnen in Bedrängnis zu bringen. Zu behäbig wurde der Angriffsauftakt vorgetragen, sonst eine der Stärken der Gäste, so dass es den Einheimischen zu leicht gemacht wurde, sich wieder in der Abwehr zu formieren. Umso schwerer war es dann, gegen die stehende Deckung erfolgreich zu sein. Es wurden zwar weiterhin gute Möglichkeiten herausgespielt, aber es konnten nicht alle in Tore verwandelt werden. In der 40. Minute bestand immer noch der zwei – Tore – Vorsprung (20:18). Aber drei Treffer in Folge durch die Gastgeberinnen ließen den Rückstand noch größer werden. Doch da der Kampfgeist beim HCB funktionierte, konnte man beim 28:25 sieben Minuten vor Ultimo wieder aufschließen. Leider reichte es zum Schluss aber nicht und die Burgenländerinnen verloren das zweite Saisonspiel mit 29:31. In der spielfreien Zeit werden die Fehler analysiert, um dann im letzten Heimspiel des Jahres nochmals alles zu geben.

 

Der HCB spielte mit:

Diana Gerber und Susann Radenz im Tor

Elisabeth Sorge (2), Julia Luther (3), Theresa Gering, Christina Dreesen (8), Ines Maß, Anna – Maria Schulz, Sarah Schaaf (1), Anja Flödl (4/1) sowie Luisa Hofmeister (11/2)