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Schmidt kommt in Fahrt!

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VON TORSTEN KÜHL

Der aus Spergau zum HCB gekommene Rechtsaußen hat sich wie sein neues Team stetig gesteigert. Am Sonnabend im „Euroville“ gegen Glauchau/Meerane.

NAUMBURG.

Man hat es bisher von allen Neuzugängen in ähnlichen Worten gehört, was auch Benedikt Schmidt über das Mannschafts-Klima beim HC Burgenland sagt: „Das ist wirklich das beste Team, in dem ich bisher gespielt habe, von der Stimmung her und von der sportlichen Seite ebenso.“ Der 24-jährige Linkshänder, der vor der Saison zusammen mit Max Weber und Stephan Fichtner von der SG Spergau gekommen war, hat in den vergangenen Partien mit seinen Toren von Rechtsaußen – meist in der zweiten Halbzeit erzielt – nicht unwesentlich zum Aufschwung der HCB-Männer in der Mitteldeutschen Oberliga beigetragen. Und auch dazu, dass die augenscheinlich ohnehin gute Stimmung noch besser geworden ist.

Dem knappen 30:29-Heimsieg gegen den SV Plauen-Oberlosa hatten die Burgenländer vor zwei Wochen den furiosen 48:43-Erfolg bei der HSG Freiberg folgen lassen. Damit ist das Punktekonto der Schützlinge von Ines Seidler inzwischen ausgeglichen, und der Blick in der Tabelle geht wieder nach oben. Aber Benedikt Schmidt warnt: „In dieser Liga ist für jede Mannschaft beinahe alles drin. Das zeigt schon das Beispiel der Freiberger, die eigentlich den Aufstieg in die 3. Liga anpeilen wollten und jetzt plötzlich Vorletzter sind.“

Nun kommt der HC Glauchau/ Meerane am Sonnabend nach Naumburg. Anwurf ist wie gewohnt um 19 Uhr, aber erstmals in dieser Saison bestreiten die HCB-Männer ein Heimspiel im „Euroville“. Die Gäste aus Sachsen haben sich am vergangenen Sonnabend durch den 24:16-Heimsieg gegen Einheit Plauen auf den dritten Tabellenplatz verbessert. „Das wird wieder eine ganz harte Nummer für uns. Bei Glauchau/Meerane hat vor allem der Rückraum eine Menge drauf“, weiß Ines Seidler. Die Trainerin der Burgenländer nennt in diesem Zusammenhang die Tschechen Lukas Zverina, David Kylisek und Rostislav Bruna. „Sie haben aber solide Außen und mit Ludek Kylisek einen super Torwart.“ In der vergangenen Saison hat der HCB beide Duelle mit Glauchau/Meerane für sich entschieden: auswärts mit 32:26 und daheim mit 33:32 gegen den damaligen Spitzenreiter. „Damit wir das wiederholen können, muss bei uns erneut alles passen. Wir müssen die Kreise der hünenhaften Rückraumwerfer der Gäste einengen und unsere Angriffe mit großer Disziplin vortragen“, erklärt die Übungsleiterin der Burgenländer, die bis auf den langzeitverletzten Tobias Seyfarth alle Spieler ihres Kaders einsetzen kann.

Auch Benedikt Schmidt, der sich mit dem etablierten Tobias Ufer auf der Rechtsaußenposition abwechselte, will seinen Beitrag zum dritten Sieg seines Teams in Folge leisten. „Ich komme immer besser zurecht, die Mannschaft findet sich von Spiel zu Spiel“, sagt der Informatikstudent, der in Halle nebenbei für die Firma Dell jobbt. „Benne ist ein Top-Konterspieler und stark im Abschluss. Er hat aber noch Defizite in der Abwehr und in Eins-gegen-Eins-Situationen im Angriff“, schätzt seine neue Trainerin ein. Schmidt begann einst beim SV Eintracht Bad Salzdetfurth, wurde 2005 mit dem SV Alfeld Niedersachsenmeister der C-Jugend. Zwei Jahre später wechselte er zur Sportschule nach Halle. Bei Einheit (heute USV) spielte er sogar mal kurz in der Regionalliga an der Seite des ehemaligen HCB-II-Akteurs Theo Plitz. Seine nächste Station war dann Wolfen, wo zu dieser Zeit auch sein heutiger Teamkollege Florian Spitz – mit dem er jetzt eine Fahrgemeinschaft bildet – sowie Hendrik Hein und Max Najmann (beide wurden im Sommer beim HCB verabschiedet) aktiv waren.

F-MDOL

In der Mitteldeutschen Oberliga müssen die HCB-Frauen am Sonntag bei der zweiten Mannschaft des HC Rödertal antreten. Anwurf ist um 16 Uhr in der Sporthalle in Großröhrsdorf, nordöstlich von Dresden gelegen. Die gastgebende Reserve des Zweitbundesligisten Rödertal liegt derzeit mit 4:10 Punkten auf Platz zehn der Oberliga – je drei Ränge und Zähler hinter den Burgenländerinnen.

Nach Großröhrsdorf können am Sonntag die Fans der HCB-Frauen ihr Team mal wieder in einem Bus begleiten. Dieser fährt 11.45 Uhr in Naumburg (Vogelwiese), 12 Uhr in Plotha (Bahnhofstraße) sowie 12.05 Uhr in Prittitz (Platz des Friedens) ab.

Anmeldungen für die Busfahrt nimmt Danny Nas unter Telefon 0172/7 50 52 02 entgegen.

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de