3. Männer

Schwächste Saisonleistung beendet Siegesserie

Nach den letzten Siegen wollte man gegen Langenbogen nachlegen. Leider musste man durch einige Ausfälle etwas umstellen. Da Stephan Meyer aus der Zweiten jedoch aushalf, konnte man trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft stellen. Allerdings hatte man den Eindruck, dass die Mannschaft eher zum Sonntagnachmittag-Kaffeekränzchen denn zum Handball nach Wansleben gefahren ist. Von Beginn an war vom geforderten druckvollen Aufbauspiel insbesondere im Parallelstoß nichts zu sehen. So wurden regelmäßig Aktionen aus dem Stand gestartet oder Bälle durch ungenaue Zuspiele vertändelt. Da zu Beginn die Deckung jedoch wenig zuließ, blieb die Anfangsphase ausgeglichen (2:2, 7´). Danach machte sich das pomadige Spiel im Angriff aber bemerkbar und die Hausherren konnten sich erstmal mit einem 4:0-Lauf absetzen. Die fällige Auszeit brachte wieder etwas Ordnung ins Spiel und man konnte beim Anschluss zum 8:7 in der 22. Spielminute wieder hoffen, sich in die Partie zurück zu beißen. Allerdings blieb auch diese Phase nur ein kurzes Strohfeuer und so konnten die Langenbogener bis zur Pause noch auf 13:8 davon ziehen. In der Pause forderte Trainer J. Förster die Mannschaft auf, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und nicht so verkrampft zu spielen. Schließlich hatte die Leistung der 1. Hälfte nichts mit den zuletzt gezeigten zu tun. Allerdings schien das Gesagte einfach nicht bei der Mannschaft anzukommen. Immer wieder blieb man im Angriff viel zu statisch und machte es dem gut aufgelegten Keeper der Heimmannschaft oft viel zu leicht zu glänzen. Die eigene Umkehrbewegung nach Ballverlusten hingegen offenbarte ungewohnte Schwächen und machte den Hausherren das Leben leicht. So baute die Heimmannschaft ihre Führung konsequent über die Stationen 16:9 und 20:11 bis auf 23:11 aus. Egal welche Umstellung oder Einwechselung auch probiert wurde, nichts zündete. Also blieb nur noch eine Auszeit zu nehmen und an die Ehre der Mannschaft zu appellieren, sich nicht so aufzugeben. Das funktionierte wenigsten dahingehend, dass sich die Mannschaft noch einmal rein hing und bis auf 26:20 eine gute Minute vor dem Ende verkürzen konnte. In der überflüssigen Auszeit der Heimmannschaft kurz vor Schluss forderte der Trainer nur noch, möglichst noch um zwei zu verkürzen. Sinnbildlich für das ganze Spiel waren dann aber die letzten 70 Sekunden. Dann stattdessen vertändelte man zweimal den Ball und erlaubte den Hausherren einen noch deutlicheren Erfolg mit 28:20. Als Fazit bleibt letztlich festzuhalten, dass alle Spieler einen gebrauchten Tag erwischt hatten. Außerdem traten auch die Abstimmungsschwierigkeiten von Beginn der Saison wieder offen zu tage. Das liegt sicherlich auch an der schwachen Trainingsbeteiligung der letzten Wochen. Bleibt zu hoffen, dass das Spiel allen ein Lehre war, dass man mit halber Kraft in dieser Spielklasse nichts erreicht.

R. Henschler im Tor, Roy Höhn (6/3), David Reichert, Stephan Meyer (je 5), Stefan Zanke (2), Tim Kötteritzsch, Martin Tillmann (je 1), Stefan Wallis, Mathias Priese