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Spektakel garantiert!

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VON TORSTEN KÜHL

Männer des HC Burgenland empfangen am Sonnabend in der Seminarstraße die mit einer schier unglaublichen Torquote aufwartenden „Dachse“ aus Freiberg.

NAUMBURG.

Sie spalten in dieser Saison die Mitteldeutsche Oberliga der Handballmänner: die jungen „Dachse“ der HSG Freiberg. Die offensive Abwehr, mit der die Sachsen über 60 Minuten zur Sache gehen, wird von vielen Fans als „Kinderhandball“ verspottet – in Anspielung auf die Regelung, dass bei den E-Jugendlichen so agiert werden muss. Andere wiederum ergötzen sich an dem (Tore-)Spektakel, das die Freiberger Woche für Wochen bieten. Für Furore sorgte ihr 60:46-Erfolg gegen Aufsteiger Werratal – so viele Treffer sind in einem Ligaspiel der Männer in Deutschland wohl noch nie gefallen, wie die Betreiber des Internetportals handball-world.com glauben.

Mit ihrer Spielweise hat das HSG-Team – das sich überwiegend aus Akteuren, die in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend-Bundesliga gespielt haben, rekrutiert – Erfolg. Nur zwei (ebenso torreiche, wie knappe) Niederlagen haben die „Dachse“, die am morgigen Sonnabend ab 19 Uhr in der Naumburger Sporthalle Seminarstraße beim HC Burgenland gastieren werden, bislang kassiert: mit 44:45 in Staßfurt und mit 37:38 beim TuS Radis (siehe auch „Statistik“). Bei diesen beiden Teams haben die Burgenländer übrigens jeweils Unentschieden erreicht. Geht da also was gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Freiberg?

„Natürlich, auch wenn man solche Quervergleiche nicht ziehen sollte“, sagt HCB-Trainerin Ines Seidler. Wie will sie aber dieser für den Männerbereich ungewöhnlichen Spielweise entgegenwirken? „Das ist sicher ein ganz spezieller Handball, den die Freiberger da seit Jahren spielen. Man muss das nicht mögen, aber man muss es akzeptieren und annehmen. Wir dürfen uns jedenfalls im Angriff nur ganz wenige Fehler erlauben.“ Es werde in dieser Partie keine festgezurrten Positionen im Offensivspiel geben, meint Ines Seidler. „Die Zuschauer können schon mal ihre Nackenmuskeln trainieren, so oft wird es am Sonnabend hin- und hergehen – fast wie beim Tennis.“

Bis auf Kreisläufer und Abwehrstratege Christian Haufe, der sich im Abschlusstraining vor dem jüngsten Punktspiel bei TuS Radis (30:30, wir berichteten) verletzt hatte, wird der gastgebende Tabellensiebte HCB wohl alle Stammkräfte aufbieten können. Mit einem Sieg gegen die Freiberger würden die Burgenländer nach Punkten mit ihren Gästen gleichziehen; die Tordifferenz der Sachsen ist freilich (noch) nicht zu knacken.

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – Torsten Biel