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Vorschau M-MDOL 18.10.2014

Veröffentlicht

VON TORSTEN KÜHL

Wrobel trifft auf sein Ex-Team!

 

Oberliga-Männer des HC Burgenland haben am Sonnabend im „Euroville“ die SG Spergau zu Gast. Neuzugang warnt davor, den Aufsteiger zu unterschätzen.

NAUMBURG.

Wenn man auf seine ehemaligen Mannschaftskollegen trifft, will man natürlich unbedingt spielen, zeigen, was man kann. Steven Wrobel geht das nicht anders. Am Sonnabend empfängt sein neues Team, der HC Burgenland, in der Mitteldeutschen Oberliga Aufsteiger SG Spergau und damit die Mannschaft, zu der Wrobel in der vergangenen Saison noch gehört hatte.

Aber, so viel steht schon jetzt fest: Steven Wrobel wird gegen seine Ex-Kollegen kaum lange Einsatzzeiten bekommen. Das liegt jedoch nicht an dieser besonderen Konstellation, wie HCB-Trainerin Ines Seidler betont. „Steven ist zu uns gekommen, um zu lernen. Er trainiert sehr fleißig und hat sich auch schon gut weiterentwickelt. Aber er wird in dieser Saison, seiner ersten bei uns, noch nicht den Riesensprung machen können. Das ist ihm und uns von vornherein klar gewesen.“ Seidler erinnert in diesem Zusammenhang an Jan Schindler, dessen Back-up Wrobel im linken Rückraum einmal werden soll. Auch Schindler habe eine gewisse Eingewöhnungs- und Entwicklungszeit benötigt, bevor er das wurde, was er jetzt ist: ein absoluter Leistungsträger in Abwehr und Angriff.

Der 25-jährige Ex-Spergauer ist sich seiner Rolle bei den Burgenländern bewusst. „Ich kann mich immer wieder nur im Training anbieten. Natürlich ist mir klar, dass ich in Spergau vielleicht mehr Einsatzzeiten gehabt hätte. Ich hatte dort auch drei wunderschöne Jahre. Aber es war einfach Zeit für etwas Neues, und ich wollte unbedingt ein Teil des Projekts vierte Liga beim HCB werden“, sagt Wrobel, der in Weißenfels lebt, dort früher mit Kenny Dober, einem seiner neuen Teamkollegen, Handball gespielt hat und in Leuna als Prozessleitelektroniker arbeitet.

Sein Wechsel sei – im Nachhinein betrachtet – sicher „zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt“ über die Bühne gegangen, so Steven Wrobel. „Aber als der festmacht wurde, war in Spergau der Aufstieg noch kein Thema.“ HCB-Präsident Uwe Gering habe sich schon längere Zeit um ihn bemüht gehabt. „Und später wollte ich meine Entscheidung nicht revidieren, nur weil die SG dann auf einmal selbst in der Oberliga spielte. Schließlich hatte ich mich bewusst für diesen Wechsel entschieden, allein schon wegen der Trainerin.“ Er habe viel Gutes über sie gehört gehabt, „aber ich wollte wissen, wie sie mit der Mannschaft arbeitet“, erklärt Wrobel, der Jan Schindler als „Bomben-Beispiel“ für die tolle Arbeit Ines Seidlers und das Potenzial, das in der Mannschaft steckt, bezeichnet.

Sein ehemaliges Team dürfe man nicht unterschätzen, sagt Steven Wrobel, auch wenn die Spergauer erst einen Punkt aus den ersten vier Saisonpartien geholt hätten. In den Reihen der SG spielen mit den Slowaken Daniel Orlovsky und Richard Babjak sowie dem Tschechen Tomas Jablonka Handballer, die in ihrer Heimat bereits Erfahrungen in Champions-League-Spielen beziehungsweise in Junioren-Auswahlteams gesammelt haben. Orlovsky ist derzeit jedoch am Knie verletzt. HCB-Trainerin Ines Seidler verweist dagegen auf die Stärke der Rückraumspieler Max Weber und Stefan Schwarz sowie von Kreisläufer Stephan Fichtner. Zum SGS-Team gehört auch Bertram Fischer, der in der vergangenen Saison noch im Verbandsliga-Team des HCB stand.

Anwurf ist am morgigen Sonnabend um 19 Uhr (neue Heimspielzeit der Burgenländer) im Naumburger „Euroville“.

Kilz-Einsatz fraglich

 

Im Derby gegen Spergau steht für HCB-Trainerin Ines Seidler nur ein Sieg zur Debatte. „Was anderes kommt für uns nicht infrage, schließlich stehen dann mit den Partien in Halle, Aschersleben und Radis drei schwere Auswärtsspiele in Folge für uns auf dem Plan.“ Wichtig werde sein, wie schnell ihr Team nach zwei spielfreien Wochenenden seinen Rhythmus wiederfindet. Ein dickes Fragezeichen stehe noch hinter dem Einsatz von Regisseur Marcel Kilz. „Er sucht zurzeit seine Form und hat zudem Achillessehnen-Beschwerden“, berichtet Ines Seidler.

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – Torsten Biel