1. Männer

Wieder nichts für schwache Nerven

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HC Burgenland erreicht in Calbe ein Remis.

Die Punktspiele zwischen den Handballmännern der TSG Calbe und des HC Burgenland (beziehungsweise dessen Vorgängers HSV Naumburg-Stößen) sind nie etwas für schwache Nerven. In der Sachsen-Anhalt-Liga endeten beide Duelle remis – mit dem besseren Ende für die Burgenländer, die dann aufstiegen -, und auch das Hinspiel der laufenden Saison in der Mitteldeutschen Oberliga war ein sehr enges. Hauchdünn mit 26:25 setzten sich da die Gastgeber in der Naumburger Sporthalle Seminarstraße durch. Der Rückkampf am Sonnabend in der Hegersporthalle in Calbe wurde ein ähnlicher Krimi, der – zum dritten Mal – keinen Sieger fand. Mit einem 25:25 trennten sich der Aufsteiger und der HCB. Und obwohl ihr Team fast die gesamte Zeit in Führung gelegen hatte, sagte Gästecoach Ines Seidler, nachdem sie eine Nacht darüber geschlafen hatte: „Man muss nach einem solchen Match auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Das Ergebnis geht in Ordnung.“

Kämpferisch hätten ihre Schützlinge durchaus überzeugt, „aber uns hat dieses Mal einfach die Frische in den Köpfen gefehlt“. Die Abstimmung des Abwehrblocks Schindler/Hein funktionierte nicht so wie in den Wochen zuvor, so Seidler. In der Offensive seien Jan Schindler und Kenny Dober nicht so wirkungsvoll wie zuletzt gewesen, und Tobias Seyfarth suche weiter seine Form. Überzeugt habe die Trainerin Rechtsaußen Tobias Ufer, der seine sechs Tore alle vor der Pause erzielte, der ihr dann aber kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit für den Rest des Spiels wegen einer Fußverletzung nicht mehr zur Verfügung stand. Nachdem Calbe kurz vor Schluss mit 25:24 in Führung gegangen war, rettete Hendrik Hein mit seinem einzigen Treffer der Partie den Gästen wenigstens noch einen Zähler. Die TSG vergab anschließend die Möglichkeit zum Siegtreffer.

Im Heimspiel am kommenden Sonnabend, 15. März, erwartet den HC Burgenland gegen Hermsdorf (19.30 Uhr, Naumburg, Sporthalle Seminarstraße) eine ganz schwere Aufgabe. Die Thüringer bezwangen Köthen überraschend mit 31:25 und haben damit eventuell sogar schon den Titelkampf entschieden. Denn Spitzenreiter Halle, der den Tabellendritten Oebisfelde mit 35:31 besiegte, hat nun vier beziehungsweise fünf Punkte Vorsprung auf seine ärgsten Verfolger.

HCB: Thomas Drese, Kevin Lang; Hendrik Hein 1, Kenny Dober 6/5, Ants Benecke 4, Tobias Seyfarth 2, Florian Spitz 1, Marcus Deibicht, Jan Schindler 5, Sebastian Fende, Tobias Ufer 6, Max Najmann