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Zwei Gegner mit Promi-Bonus!

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VON TORSTEN KÜHL

Beide Oberliga-Teams des HC Burgenland reisen an diesem Wochenende nach Sachsen: die Männer nach Plauen, die Frauen nach Neustadt.

NAUMBURG/PLOTHA.

Die Handballer des HC Burgenland und dessen Vorgänger hatten in der Vergangenheit schon manchen Prominenten „vor der Brust“. Darunter waren russische Olympiasieger, rumänische Champions-League-Akteure oder Ex-Nationalspieler Sven Lakenmacher. Am bevorstehenden Wochenende treffen die beiden Oberliga-Teams des HCB erneut auf Mannschaften, die bekannte Gesichter in ihren Reihen haben.

Champions-League-Sieger coacht

Die Männer reisen am Sonnabend zum Tabellendritten HC Einheit Plauen, der nicht nur einen Kader mit zahlreichen Ausländern, sondern vor allem einen berühmten Trainer hat: Sven Liesegang, der mit dem SC Magdeburg 2002 die Champions League gewann und das Bundesliga-Team der Elbestädter später sogar mal kurzzeitig coachte. Liesegang hat die Plauener in die Spitzengruppe geführt und eine „körperlich sehr starke Truppe“, wie seine Trainerkollegin Ines Seidler meint. Diese will mit ihrem Team nach dem desaströsen 28:39 gegen Hermsdorf zu altbekannten Stärken zurückfinden. „Vor allem müssen wir wieder kämpferisch überzeugen und uns in der Abwehr stabilisieren“, so die HCB-Übungsleiterin , die sich besonders von Hendrik Hein eine Steigerung erhofft. Torhüter Stephan Harseim, der sich gegen seinen Ex-Verein Hermsdorf die Schulter ausgekugelt hatte, wird den Burgenländern morgen definitiv fehlen. Dafür wird der ebenfalls verletzte Thomas Drese auf jeden Fall in den Kader zurückkehren. Außerdem versucht Ines Seidler, einen zweiten Keeper aus dem Hut zu zaubern. Vielleicht wird es Sandro Zacher, der – weil beruflich eingespannt -nicht mehr in der zweiten Mannschaft halten kann.

Torgefährliche Spanierin führt Regie

Einige Hochkaräter hat auch der Gegner der Burgenländerinnen zu bieten. Der HC Sachsen Neustadt-Sebnitz, bei dem das Team von Steffen Baumgart am Sonntag gastiert, vertraut zum Beispiel im Tor auf die Polin Katarzyna Wiekiera, die mit Kielce in der 1. Liga unseres Nachbarlandes gespielt hat. Und Regie führt beim derzeitigen Tabellenneunten der Frauen-Oberliga eine Spanierin: Rebeca Cembranos Bruzon, die Anfang 2013 vom Bundesligisten HSG Bad Wildungen gekommen ist und zuvor in ihrer Heimat in der zweiten und der ersten Liga aktiv war. Da konnte sie auch Erfahrungen im Europapokal sammeln. Am vergangenen Wochenende war Bruzon bei der 18:25-Niederlage ihres Teams in Niederndodeleben mit sieben Treffern beste Werferin der Sächsinnen, die aktuell ein Punktekonto von 2:10 haben. Da rechnen sich die Burgenländerinnen (Platz fünf, 6:6 Zähler) natürlich etwas aus. „Wir streben unseren ersten Auswärtssieg an“, blickt HCB-Coach Baumgart voraus. „Zuletzt haben wir in gegnerischer Halle zweimal schlecht gespielt und jeweils knapp verloren. Nun wollen wir am liebsten gut spielen und knapp gewinnen.“ Der Einsatz der angeschlagenen Lena Matte und Eva Sirlinger, die mit Union Halle-Neustadt auch in der A-Jugend-Bundesliga spielen und als 16-Jährige diese Doppelbelastung erst einmal verkraften müssen, ist fraglich.