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Zwei hohe Auswärtshürden!

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Zwei hohe Auswärtshürden

VON TORSTEN KÜHL

Zum Start ins neue Jahr schließen die Oberliga-Teams des HC Burgenland die Hinrunde ab: die Männer bei den GoGo Hornets, die Frauen in Hoyerswerda.

NAUMBURG/PLOTHA.

Es ist für sie jeweils das erste Punktspiel des neuen Jahres, aber zugleich das letzte der Hinrunde. Die beiden Oberliga-Teams des HC Burgenland gehen dazu am Sonnabend auf Reisen – die Männer nach Thüringen zu den GoGo Hornets, die Frauen in die Lausitz zum SC Hoyerswerda.

Wrobel und Harseim fehlen

„Unsere Jungs sind gut über die Feiertage und heil aus dem Skiurlaub gekommen. Sie machen auch alle einen fitten Eindruck. Groß zugenommen hat jedenfalls niemand“, freut sich Ines Seidler, die Trainerin des HCB-Männerteams. Am vergangenen Sonntag ist sie mit ihren Schützlingen wieder ins Training eingestiegen, und schon stehen die Burgenländer vor einer weiteren großen Herausforderung. Bei der Kombination Gotha/Goldbach (GoGo) wollen sie ihren vierten Platz behaupten und quasi mit in die zweite Saisonhälfte nehmen, die bereits eine Woche später mit dem Rückspiel bei Aufsteiger Werratal beginnen wird.

Die Hornets sind vor ihrer 29:30-Niederlage in Spergau sechs Partien ungeschlagen geblieben (fünf Siege, ein Remis) und nicht nur deshalb eine harte Nuss. Die Rückraumspieler Christian Lämmerhirt und Christopher Kaufmann bilden laut Ines Seidler das Herzstück des GoGo-Teams, das sich dank der erwähnten Erfolgsserie bis auf Rang neun vorgeschoben hat. „Wir müssen die starke Aufbaureihe der Thüringer in den Griff bekommen. Nur über eine sichere Abwehr werden wir die Chance bekommen, in Goldbach zu punkten“, ist sich die HCB-Trainerin sicher. Bei diesem Vorhaben muss sie auf Steven Wrobel verzichten. Der Rückraumspieler hat sich eine Angina eingefangen und wird wohl auch gegen Werratal noch fehlen. Zudem kann weiterhin Torwart Stephan Harseim, der sich im Heimspiel gegen Hermsdorf den Arm ausgekugelt hatte, nicht eingesetzt werden. „Bei einer Schulterverletzung muss man Geduld haben. Immerhin hat Stephan wieder mit lockerem Lauftraining begonnen“, so Seidler.

Ziel der HCB-Frauen ist es, ihren starken dritten Tabellenplatz beim abstiegsbedrohten SC Hoyerswerda (derzeit 4:12 Zähler) zu behaupten. Allerdings hatten die Lausitzerinnen vor Weihnachten mit einem 28:26-Erfolg beim TSV Niederndodeleben aufhorchen lassen. Kopf der Mannschaft ist Laura Rosemann, die Top-Torjägerin der Mitteldeutschen Oberliga. Sie hat eine tolle Trefferquote (11,6 pro Spiel), allerdings ein Drittel ihrer bisher 93 Tore von der Siebenmeterlinie erzielt.

Gäste in der Favoritenrolle

„Die Hoyerswerdaerinnen spielen einen guten Ball, gehen hohes Tempo über 60 Minuten. Es ist eigentlich komisch, dass sie so weit unten stehen“, sagt HCB-Coach Steffen Baumgart. „Das wird sicher für uns die bisher schwerste Aufgabe in dieser Saison.“ Baumgart hat vier Gründe für seine Einschätzung angeführt: die suboptimale Vorbereitung („Einige Spielerinnen haben zuletzt im Training gefehlt“), die weite Anreise („Drei Stunden im Caddy ohne Beinfreiheit; Jessica Stiskall muss berufsbedingt sogar allein fahren“), der Druck („Wir sind nach zuletzt zwei Siegen mit jeweils elf Toren Vorsprung der Favorit“) und die Bedingungen vor Ort („20 Uhr ist Prime Time in Hoyerswerda, da wird sonst nicht viel los sein und die Halle deshalb voll“). Nichtsdestotrotz seien die beiden Punkte natürlich das erklärte Ziel des Aufsteigers aus dem Burgenlandkreis, der 10:6 Zähler auf dem Konto hat.

Quellen:

Text – www.naumburger-tageblatt.de

Bild – Torsten Biel