3. Männer

Dritte Männer siegen bei Tabellenführer Spergau

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SG Spergau II – HC Burgenland III 27:32 (10:15)

Es ist schon eine sehr komische Saison, die die Dritte dieses Jahr spielt. Nun krebst man mittlerweile fast die gesamte Rückrunde mit maximal 8 Spielern herum, verliert deswegen vermeintlich einfache Spiele und schlägt nun bereits das 2. Mal den amtierenden Tabellenführer. Aber zum Spiel selbst: Auch am Sonntag musste man auf Spieler des ohnehin sehr dünnen Kaders verzichten. Da sonst niemand aushelfen konnte, reiste man also zu siebend zum Tabellenführer. Die deutliche Hinspielniederlage ließ da wenig erwarten. Deshalb lautete auch die Forderung vor dem Spiel: Konsequent in der Deckung zu arbeiten, wenn möglich schnell die 1. und 2. Welle auszuspielen und ansonsten die Positionsangriffe möglichst lange und geduldig zu gestalten. Das gelang von Beginn an sehr gut. Die Hausherren versuchten vorrangig über ihre Rückraumreihe zum Erfolg zu kommen. Das war für die anfangs sehr konzentriert arbeitende Deckung um den Innenblock M.Brenner und M. Tillmann relativ leicht ausrechenbar und man konnte schnell Bälle erobern und in Tore umsetzen. So führte man nach 5 Minuten mit 1:3. Kleinere Unkonzentriertheiten ließen die Gastgeber aber schnell auf 3:4 aufschließen. Außerdem erhielt man nach guten 7 Minuten in kurzer Folge durch die sonst souverän leitenden Schiedsrichter zwei etwas kleinliche Zeitstrafen gegen den Innenblock, die man durch eine überflüssige Diskussion auch noch um eine weitere Zeitstrafe ergänzte. Das war natürlich unglücklich. Allerdings waren die vier verbliebenen Akteure auf der Platte sehr aufmerksam und konnten unterstützt durch einen diesmal sehr starken Marwin Richter im Tor aus der Unterzahl ihren Vorteil ziehen und den Vorsprung gar auf 3:6 ausbauen. Das war sicherlich der Punkt, an dem alle merkten: „Hier geht heute was!“ Immer wieder konnte man den behäbigen Spergauern die Bälle abluchsen und durch ein schnelles Umkehrspiel insbesondere über den sehr agilen Karsten Vopel in Tore umsetzen. So baute man die Führung kontinuierlich bis auf 5:11 aus (21.). Ohne Wechselspieler merkte man natürlich auch ein wenig den Verschleiß zum Ende der Halbzeit. So blieben die restlichen Minuten sehr ausgeglichen und man ging mit einem 10:15 in die Pause. In der Pause ermahnte der Trainer alle weiter konsequent zu bleiben und keine Nachlässigkeiten aufkommen zu lassen. Die Mannschaft hatte die richtigen Mittel gegen die Hausherren erkannt und musste sie nur weiter umsetzen. Natürlich hatten sich die Hausherren nun aber mehr vorgenommen und versuchten mit der Brechstange Tore zu erzwingen. Das gelang auch einige Male, da man zu inkonsequent heraustrat und den wuchtigen Rückraumschützen der SG damit zu viel Raum bot oder den Kreis nicht ordentlich im Griff hatte und einfache Tore oder Strafwürfe verursachte. Da von diesen aber Marwin Richter drei parierte, kamen die Hausherren nur auf 17:19 heran. Außerdem war man in dieser Phase auch viel zu hektisch im Abschluss und vergaß ein bisschen den Matchplan. In der fälligen Auszeit erinnerte J. Förster die Spieler nochmal an diesen und man spürte, dass das alle verstanden. Die Deckung wurde wieder konsequenter. Außerdem lief insbesondere die 2. Welle nun sehr erfolgreich und führte immer wieder zu einfachen Toren. So gelang bis zur 50. Spielminute ein beruhigendes 22:29. In den letzten Minuten fehlte vielleicht die eine oder andere Konsequenz. Da die 2. Welle aber stets gefährlich blieb und man auch nicht vergessen darf, dass das ganze Spiel ohne Wechselmöglichkeiten bestritten wurde, konnte man die kleine Ergebniskosmetik bis zum Abwurf verkraften. Am deutlichen und verdienten Sieg bestand jedoch nie Zweifel. Damit wird diese doch eher verkorkste Saison aber sicherlich versöhnlich enden. Offen bleibt natürlich trotzdem die Frage: Was hätte man mit einer ordentlichen Spielerdecke und sicherlich auch mehr Trainingsengagement eigentlich erreichen können?

HCB III: Marwin Richter im Tor, Martin Tillmann 4/2, Karsten Vopel 12, Patrick Pförtsch 1, Philipp Rosin 6, Marcus Brenner 4, John Gabler 5