2. Frauen

HCB Juniorinnen gehen beim HSV Magdeburg sang- und klanglos unter

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Spielbericht – HSV Magdeburg vs. HC Burgenland II 36:16 (20:11)

Mit großen Hoffnungen nach Magdeburg gereist, mit enttäuschten Mienen wieder nach Naumburg zurückgefahren. Unsere Mannschaft erwischte einen völlig desolaten Samstagnachmittag beim HSV Magdeburg.

Die 16:36 Packung beim Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga war eine Demontage für unsere HCB-Mädels. Es konnte weder an die guten Leistungen aus den letzten Spielen angeknüpft werden, noch war ein Aufbäumen, gegen die sich andeutend hohe Niederlage zu sehen.

Dabei begann das Spiel vielversprechend. Unsere Juniorinnen hielten gut mit, gegen die schnellen und druckvoll spielenden Magdeburgerinnen. Als Lea Schönefeld mit einem 7-Meter für die erstmalige Führung (6:5) sorgte, sah noch alles nach einem spannenden und ausgeglichenen Spiel aus. Dieser Eindruck blieb auch noch bis zur 15.Minute (9:8) bestehen. Bis dahin spielte man auf Augenhöhe und konnte mit gutem und schnellen Angriffen eigene Akzente setzen.

Doch dies änderte sich mit einem Mal. Durch einen 5:0-Lauf der Magdeburgerinnen verlor unser Team den kompletten Spielfaden. Unsere HCB-Mädels fanden überhaupt nicht mehr in die Begegnung. Gebraucht hätte es in dieser zweiten Phase der ersten Halbzeit, eine starke Abwehr und einen effektiven Abgriff. Doch von Beidem war wenig zu sehen. Einzig die Torhüterleistung überzeugte phasenweise, doch war unsere Vivien Bohne oftmals chancenlos bei den vielen Tempogegenstößen die auf ihr Tor kamen.

Mit einem deutlichen Rückstand (20:11) ging es in die Halbzeit. Man konnte dem Team nur wünschen den Kampf anzunehmen und sich in der zweiten Halbzeit noch einmal aufzubäumen um das Ergebnis wenigstens in einem erträglichen Rahmen zu halten.

Doch als die zweite Halbzeit begann war nur eine Mannschaft bereit, und das waren leider nicht unsere HCB-Mädels. Die Magdeburgerinnen waren vom Anwurf der zweiten Halbzeit weg bereit und bestraften unsere Tiefschlaf-Phasen prompt.

Das HCB-Trainerduo stellte die Mannschaft wiederholt um. Versuchte durch eine offensivere Deckung neue Akzente ins Spiel zu bringen. Doch nichts davon brachte unsere Juniorinnen wieder zurück ins Spiel.

So oft wie die Burgenländerinnen die Bälle im Angriff ohne Not wegwarfen, war es keine Überraschung, dass das Team immer mehr ins Hintertreffen geriet. Nur punktuell gelang es dem HCB-Team noch die HSV-Deckung und die bärenstarke Magdeburger Keeperin Michelle Pape zu überwinden. Und die Hausherrinnen setzten nach, bestraften jeden Fehler und jeden Ballverlust des HCB-Teams gnadenlos.

So ging das Debakel bis zum Schlusspfiff weiter. Diese klare 36:16 Niederlage hätte so nicht sein müssen. Aus den letzten Spielen war man anderes gewohnt von unseren Spielerinnen.
Als Aufsteiger bekommt man nichts geschenkt, dass mussten meine Spielerinnen heute leidlich erfahren. Die guten Leistungen aus den letzten Spielen sind da nur Vergangenheit. Sie müssen in jedes Spiel hochkonzentriert gehen und müssen über die gesamte Spielzeit fighten, wollen sie nicht öfter als klarer Verlierer vom Parkett gehen.“, meinte HCB-Coach nach dem Abpfiff.
Eine Chance auf Wiedergutmachung bekommt das Team bereits in einer Woche, wenn man in heimischer Halle die zweite Vertretung des TSV Niederdodeleben empfängt.

mitgespielt haben:
Tor: Vivien Bohne, Elisa Quenzel
Feld: Lena John (4), Anne Bransch (1), Lisa Denzin, Lea Schönefeld (5), Patrizia Sturm (2), Josefin Bahr, Laura Schünzel, Celine Knorr, Celin Pusch (2), Annika Arndt (2)