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SCM besiegt, Halle geschlagen – Bronze!

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VON TORSTEN KÜHL

E-Jugend des HC Burgenland wird Dritter der Landesbestenermittlung und stellt mit Julius Drachau den besten Spieler. B-Jugend verpasst Sachsen-Anhalt-Liga.

BITTERFELD-WOLFEN/BARLEBEN.

Die E-Jugend-Handballer des HC Burgenland sind in ihrer Altersklasse drittbestes Team Sachsen-Anhalts. Bei der Landesbestenermittlung in Bitterfeld-Wolfen holte die von Thomas Slamka und Gerrit Helm betreute Mannschaft am Sonnabend Bronze. Am Ende fehlte den Burgenländern nur ein Tor zu Silber; wäre das letzte Endrundenspiel nicht mit 14:12 an den souveränen Meister SG Kühnau, sondern an die Hallenser gegangen, hätte der HCB nur den undankbaren vierten Platz belegt. So eng ging es in dem gutklassigen Feld zu.

Nur ein Tor fehlt zu Silber          

Eine Sensation gelang den Burgenländern bereits in ihrem ersten Gruppenspiel, als sie den haushohen Favoriten SC Magdeburg, Meister der Bezirksliga-Nordstaffel, mit 8:5 besiegten. Schon allein deshalb hatte sich die Fahrt nach Bitterfeld gelohnt, aber nun wollten die HCB-Talente natürlich mehr. Zwar gingen die anderen beiden Vorrundenpartien gegen Wacker Westeregeln, den Meister des Spielbezirkes West, und die Kühnauer, den Vizemeister der Anhalt-Staffel, mit 9:10 beziehungsweise 4:10 verloren. Aber aufgrund des besten Torverhältnisses aus den Spielen der drei punktgleichen Teams untereinander zogen die Burgenländer als Gruppenzweiter in die Endrunde. Und die beiden Punkte aus dem überraschenden Erfolg gegen den SCM nahmen sie mit. Der Auftakt der Finalrunde, in der sich die drei Erstplatzierten der anderen Gruppe hinzugesellten, verlief mit einer unglücklichen 9:10-Niederlage gegen den Quedlinburger SV, den Vizemeister der Bezirksliga-Weststaffel, nicht gerade berauschend. Dann aber legten die Handballer aus dem Süden Sachsen-Anhalts ihr Meisterstück hin. Den erfolgsverwöhnten USV Halle, der in der hiesigen Bezirksliga seit Jahren ungeschlagen ist, fegten sie in der nur 15-minütigen Spielzeit mit 19:10 von der Platte. Mit einem weiteren Sieg gegen die HG Köthen, den Meister des Spielbezirkes West, hätten die HCB-Jungen sogar den zweiten Platz der Endrunde – noch vor dem SCM – belegt. Aber in einem dramatischen Spiel reichte es „nur“ zu einem 9:9. So geriet auch Bronze in Gefahr, aber die bereits als Landesmeister feststehenden Kühnauer ließen sich zum Abschluss auch gegen Halle nicht hängen und gewannen, nachdem der USV kurz vor Schluss noch mit zwei Toren geführt hatte. Wer das Drehbuch dieser Endrunde geschrieben hatte, ist nicht bekannt. Aber der- oder diejenige hatte ein Händchen für Spannung und Dramatik!

HCB-Akteur Julius Drachau, der mit 27 Treffern drittbester Werfer der Landesbestenermittlung war, wurde zudem als bester Spieler der Endrunde geehrt.

Mit dem größten Erfolg für eine Nachwuchsmannschaft des HCB in dessen noch junger Geschichte fuhren die Burgenländer im großen Bus gemeinsam mit ihren Eltern wieder heim nach Prittitz und Naumburg. Gebildet worden war dieses Team aus der von Eric Reitmeyer und Thomas Slamka trainierten HCB-Zweiten, die in der Bezirksliga den zweiten Platz belegt hatte, und Spielern der von Gerrit Helm und Matthias Lisker betreuten HCB-Ersten, die knapp dahinter auf Platz drei gekommen war (Tageblatt/MZ berichtete).

HCB spielte mit: Hermann Sömmer, Hermann Lützkendorf; Jonas Wasmund, Laurenz Kröber, Pepe Sperling, Tim Krenz, Maxim Wetzold, Julius Drachau, Moritz Kühl, Louis Orzol, Lasse Baatz, Gustav Drachau, Moritz Zänker, Martin Voigt, Tobias Baetz, Robert Winkler, Richard Schulz.

In Relegation körperlich unterlegen                 

Ebenfalls den dritten Rang belegt hat am Sonnabend die neue B-Jugend des HCB. Allerdings war diese Platzierung für die Burgenländer eine Enttäuschung, denn damit verpassten sie die Qualifikation für die Sachsen-Anhalt-Liga. Nur die beiden Erstplatzierten dieser Vierergruppe schafften den Sprung ins Oberhaus unseres Bundeslandes. Die Schützlinge von Kevin Lang und Marcel Kilz unterlagen zunächst der TSG Calbe mit 16:23, bezwangen dann das Team aus Coswig mit 23:20 und verloren schließlich gegen Gastgeber Barleben, der verlustpunktfrei blieb, mit 13:21. „Wir waren meist körperlich klar unterlegen. Man muss unseren Jungs ein großes Kompliment für ihren kämpferischen Einsatz machen, aber es hat leider nicht gereicht“, meinte Kevin Lang.

Quelle:

www.naumburger-tageblatt.de