1. Frauen1. Männer

Spielberichte MDOL, 22./23.04.2017

Veröffentlicht

Medaillenchance gewahrt

 

Stassfurt/Bad Langensalza – Es gibt Momente im Leben, da wird alles zur Nebensache – nämlich dann, wenn es um die Gesundheit geht. So geschehen am Sonnabend in der Staßfurter Paul-Merkewitz-Sporthalle. Es läuft die Schlussphase der Oberliga-Begegnung zwischen den gastgebenden Rot-Weißen und den Männern des HC Burgenland, als ein Zuschauer – der Vater eines Staßfurter Spielers – auf der Tribüne zusammenbricht. „Da war an Handball natürlich nicht mehr zu denken. Das ist ja menschlich auch total verständlich. Wichtig war nur, dem Mann schnell zu helfen“, sagt HCB-Trainerin Ines Seidler. Und so einigten sich beide Teams darauf, die restlichen zwei Spielminuten nicht mehr aufs gegnerische Tor zu werfen. Da es zum Zeitpunkt des besagten Schwächeanfalls 27:27 gestanden hatte, wurden am Ende die Punkte geteilt. Damit wahrten die Burgenländer vor den drei noch ausstehenden Saisonspielen – zwei davon im Doppelpack am kommenden Wochenende – ihre Medaillenchance.

„Wir können mit dem einen Zähler gut leben, weil wir in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung und dabei nur ängstlichen Handball gezeigt haben“, so Ines Seidler. Nach ihrer Kabinenpredigt – in der sie gefordert hatte, im Angriff körperlicher zu spielen und in die Tiefe zu gehen – habe ihre Mannschaft dann eine klare Steigerung gezeigt, sich auch in der Abwehr verbessert und sich das Remis verdient. „Allerdings haben wir wieder zehn hundertprozentige Torchancen vergeben, da hakt es bei uns zurzeit enorm.“ Aber das Allerbeste sei, so Seidler: „Der Spielervater ist wohl wieder auf dem Weg der Besserung.“

 

FMDOL: Thüringer HC II vs. HC Burgenland

 

Die Frauen des HC Burgenland haben am frühen Sonntagabend bei der zweiten Mannschaft des amtierenden Deutschen Meisters Thüringer HC nur ein 26:26 erreicht und damit die erhoffte Medaille wohl verpasst. Dabei waren die Gäste in der Partie, die in Bad Langensalza ausgetragen wurde, mit 7:3 in Front gezogen, aber zur Pause lagen sie mit 10:14 zurück. „Wir haben unsere durchaus gut herausgespielten Chancen nicht genutzt, gegen die starke Torhüterin der Gastgeber die vorher besprochenen Wurfbilder nicht eingehalten und zwischendurch in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff gehabt“, nennt HCB-Coach Steffen Baumgart einige der Gründe für den Einbruch vor der Pause.

Nach Wiederbeginn sei sein Team dann zwar herangekommen und kurz vor Schluss auch in Führung gegangen, „aber eine Mannschaft, die um die Plätze zwei und drei spielen will, muss die Sache dann auch nach Hause bringen“, so Baumgart. Das habe sie aber nicht getan, „und so werden wir am kommenden Sonnabend nach unserem letzten Saisonspiel gegen Zwickau höchstwahrscheinlich ohne Medaille dastehen“.

Nun gelte es, sich voll auf die beiden Finalpartien im Sachsen-Anhalt-Pokal gegen den Oberliga-Rivalen Union Halle-Neustadt II zu konzentrieren, sagte Steffen Baumgart. Das Hinspiel findet am 6. Mai in Halle-Neustadt, das Rückspiel eine Woche später in Plotha statt.

 

MÄNNER: Rot-Weiß Staßfurt – Burgenland 27:27 (15:12). HCB: Michal Galia, Philipp Zimmer; Kenny Dober 7/2, Ants Benecke 3, Jan Schindler 4, Tobias Högl 1, Max Weber 7, Tobias Ufer 1, Maximilian Fuchs 3, Benedikt Schmidt 1.

Spielfilm: 3:2 (5. Minute), 6:5 (10.), 8:6 (15.), 10:8 (20.), 12:11 (25.), 18:13 (35.), 19:15 (40.), 21:18 (45.), 24:21 (50.), 26:24 (55.), 27:27 (58.).

FRAUEN: Thüringer HC II – Burgenland 26:26 (14:10). HCB: Miriam Ihle, Jessica Plitz; Melanie Steinbach, Caroline Rosiak 2, Jessica Stiskall 10, Lena John 1, Theresa Gering, Carmen Ringler 2, Lavinia Poterasi 5, Anna-Maria Schulz, Josephin Knapps 1, Charlotte Wojna 3, Carolin Konrad 2.

Ihre nächsten Heimspiele bestreiten die HCB-Teams am kommenden Sonnabend, 29. April, im Naumburger „Euroville“ – die Frauen ab 17 Uhr gegen den BSV Zwickau II, die Männer ab 19.30 Uhr gegen den HC Glauchau/Meerane.

– Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/26753424 ©2017