2. Frauen

Treffer in letzter Sekunde – direkter Freiwurf sorgt für bittere Niederlage

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Spielbericht – HC Burgenland II vs. SG Lok Schönebeck 32:33 (15:15)

Dieses Heimspiel unserer HCB-Juniorinnen gegen die Gäste aus Schönebeck war an Spannung nicht zu überbieten. Mehr Handball, mehr Krimi geht nicht. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf, von Schönebecks Luisa Bertelsmann, verloren unsere Juniorinnen dieses Spiel ganz unglücklich. Denn gegen die starken Gäste wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Leider konnte sich die Mannschaft für ihr gutes Spiel nicht belohnen.

Das ist eine bittere Niederlage. Heute war der Sieg schon greifbar gewesen. Und dann so zu verlieren ist bitter. Dies war ein Spiel auf Augenhöhe gegen eine spielstarke Schönebecker Mannschaft, die in der vergangenen Saison immerhin den 5.Tabellenplatz belegen konnte.“, war das Fazit vom HCB-Trainer Arndt nach dem Spiel.

Beide Mannschaften spielten über die gesamte Spielzeit mit hohem Tempo. Von Anfang an war das Spiel beider Mannschaften sehr ausgeglichen. Die Gäste lagen zwar immer in Führung doch konnten sie diese in der Anfangsviertelstunde nie ausbauen. Erst Mitte der ersten Halbzeit konnten die Schönebeckerinnen eine zwischenzeitliche 3-Tore Führung (16.min 10:7) herausarbeiten. Doch auch dieser Rückstand brachte die HCB-Spielerinnen nicht aus dem Konzept. Durch eine konzentrierte Leistung konnte der Rückstand aufgeholt werden. 30 Sekunden vor der Halbzeit gingen die Burgenländerinnen, durch einen verwandelten 7-Meter von Lea Schönefeld, sogar in Führung (15:14). Doch diese Führung konnte durch eine Unachtsamkeit nicht die Pause gebracht werden. So stand es hochverdient zur Halbzeit 15:15.

Am spannenden und temporeichen Spiel änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Einzig die beiden Unparteiischen unterbrachen dieses Spiel immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten. Insgesamt sorgten Sie in einem recht fairen aber eben auch kämpferischen und emotionsgeladenen Spiel mit insgesamt 48 Strafminuten für viel Unmut, sowohl bei beiden Mannschaften als auch bei den zahlreichen Zuschauern.

Dennoch entwickelte sich auch in der zweiten Halbzeit ein spannendes und kampfbetontes Spiel. In dieser gaben vor allem die HCB-Mädels den Takt an. Lange Zeit hielt das Team einen 2-Tore Vorsprung. Und als HCB-Kreis Annika Arndt in der 53.Minute den Vorsprung sogar auf 3-Tore (30:27) ausbaute, lag der Sieg förmlich in der Luft.
Doch die Gäste nutzten eine 2-Minute Strafe in der 54.Minute gegen den HCB und verkürzten den Rückstand wieder. Es sollte sich eine spannende und dramatische Schlussphase entwickeln. Beim Stand von 30:29 vergab Lea Schönefeld leider ihre 7-Meter Strafwurf. Und im direkten Gegenzug musste der HCB dann den Ausgleich hinnehmen. Kurz danach gingen die Gäste sogar wieder in Führung.

3 Minuten vor Schluss verwandelte Lena John einen 7-Meter zum erneuten Ausgleich (31:31). Durch weitere Tore des HCB und der SGS ging es in die letzte Minute. Den letzten Angriff hatten die Schönebeckerinnen. Aufopferungsvoll kämpften unsere HCB-Mädels um wenigstens diesen einen Punkt zu behalten. Leider wurde das Team für diesen Kampf aber nicht belohnt.
Traurig, erschöpft und mit gesengten Köpfen verließen die HCB-Spielerinnen das Feld. Es wäre mehr drin gewesen.

Das ist das Lehrgeld was meine jungen Spielerinnen einfach zahlen müssen. Als Aufsteigen hat man es sowieso schwer, da muss die Konzentration, der Kampfeswille und eben auch manchmal das Glück zur Seite stehen. Das war heute leider, jedenfalls was das Glück angeht nicht der Fall.“, meinte HCB-Coach Arndt.

Doch kann die Mannschaft auf dieser Leistung aufbauen. An der nötigen Cleverness ein solches Spiel erfolgreich zu Ende zu bringen muss die Mannschaft aber noch arbeiten.
Nun geht es für das Team am kommenden Samstag zum HSV Magdeburg. Beim letztjährigen Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga steht den jungen Burgenländerinnen ein dicker Brocken gegenüber.

mitgespielt haben

Tor: Christin Stanke, Elisa Quenzel

Feld: Lena John (7), Anne Bransch (2), Lisa Denzin (1), Melissa Salditt (4), Paula Schiefner, Lea Schönefeld (5), Saskia Berensfreise, Jule Maul (1), Celine Knorr (3), Annika Arndt (6)