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Zweite Männermannschaft gewinnt Duell der Reserveteams

[6. Spieltag - Oberliga] HC Burgenland II vs. USV Halle II 26:21 (12:11)
Zweite Männermannschaft gewinnt Duell der Reserveteams

Durchschnittlich – so lässt sich unsere Leistung am vergangenen Spieltag wohl am treffendsten beschreiben. Trotzdem stehen am Ende zwei wichtige Punkte auf unserem Konto: Gegen den USV Halle II gewinnen wir unser Heimspiel mit 26:21.

Dass wir dabei nicht an die starke Leistung aus dem Spiel gegen Langenweddingen anknüpfen konnten, war relativ schnell zu erkennen. Gleichzeitig sind die Duelle mit Halle historisch gesehen selten spielerische Leckerbissen. Meist sind es zerfahrene, körperliche und unangenehm zu spielende Partien und auch diesmal sollte es nicht anders kommen.

Die erste Halbzeit lässt sich dabei relativ einfach zusammenfassen: Halle spielte einen teilweise unorthodoxen, aber durchaus erfolgreichen Handball und bestrafte unsere Unaufmerksamkeiten in der Defensive immer wieder konsequent. Auch in der eigenen Abwehr gingen die Gäste körperlich zu Werke. Dahinter zeigte H. Feger, der sein erstes Auswärtsspiel bestritt, eine sehr gute Leistung im Tor.

Wir selbst kamen zwar ebenfalls zu unseren Treffern, fanden aber nie wirklich in das Tempo, die defensive Stabilität und vor allem die Aggressivität, die uns noch gegen Langenweddingen ausgezeichnet hatten.

Ein Faktor zog sich allerdings durch das gesamte Spiel: eine sehr starke Torhüterleistung auf unserer Seite. Unsere beiden Keeper konnten erneut insgesamt weit über 15 Paraden erzielen + drei Siebenmeter, zwei davon allein in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit.

Vielleicht waren genau diese Aktionen, gepaart mit der Halbzeitansprache von B. Weniger, der nötige Wachmacher, um endlich die Qualität auf die Platte zu bringen, die eigentlich in der Mannschaft steckt. Und genau das gelang.

Mit einem 5:0 Lauf bis zur 36. Minute konnten wir die Partie wieder etwas in ruhigere Bahnen lenken. Dabei mussten wir gar nicht anfangen zu zaubern, sondern bestraften vor allem die einfachen Fehler der Gäste konsequenter und erarbeiteten uns dadurch Stück für Stück den entscheidenden Vorteil.

Besonders positiv: Dieses Mal verteilte sich die Verantwortung in der Offensive auf viele Schultern. Nahezu jeder Spieler auf der Platte konnte sich aktiv in die Torschützenliste eintragen. Anders als in einigen Partien zuvor lag die Last im Angriff nicht nur bei zwei oder drei Einzelakteuren.

Wir standen füreinander ein, unterstützten uns gegenseitig und gewannen am Ende als Mannschaft ein Spiel, das alles andere als angenehm zu bespielen war.

Ein weiterer schöner Moment war die Rückkehr unseres „verlorenen Sohnes“ T. Krenz, der aus der 1. Mannschaft aushelfen durfte und dadurch – wie schon in den vergangenen Jahren – wieder gemeinsam mit uns auf der Platte stand.

Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings auch die teilweise übermäßige Härte der Gäste. Wir selbst leben in unserer Defensive von Leidenschaft, Körperlichkeit und Aggressivität und wollen uns deshalb keineswegs über ein hart geführtes Handballspiel beschweren. Aktionen wie Bodychecks in die eigene Bank hinein, bei denen der Ballgewinn kaum noch eine Rolle spielt, gehören aus unserer Sicht jedoch nicht auf ein Handballfeld.

Umso schwieriger wird es, wenn solche Situationen nicht konsequent geahndet werden. Natürlich kann auch eine Schiedsrichterleistung, genau wie unsere eigene, mal besser und mal schlechter ausfallen. Das gehört zum Sport dazu. Einige Entscheidungen waren an diesem Tag aus unserer Sicht jedoch nur schwer nachzuvollziehen. Nicht geahndete Gesichtstreffer, besagter Bodycheck welcher auch noch mit Ballgewinn belohnt wird oder Siebenmeter plus Zeitstrafe für einen Block im Kreis bei besetztem Tor (wir haben die Passage für die Doppelbestrafung nicht im Regelwerk gefunden) sorgten neben weiteren unglücklichen Entscheidungen dafür, dass das Handballerlebnis an diesem Nachmittag etwas getrübt wurde.

Aber sei’s drum. Am Ende stehen für uns die nächsten zwei Punkte und die Erkenntnis, dass wir auch ein schwieriges Spiel gewinnen können, ohne unsere beste Leistung abzurufen. Dazu schieben wir uns zwischenzeitlich auf den 3. Tabellenplatz.

Jetzt haben wir etwas Zeit zur Regeneration, bevor der Fokus vollständig auf das nächste Highlight gerichtet wird: das Derby gegen die SG Spergau.

Vielen Dank an alle, die uns gegen Halle unterstützt haben. Wir freuen uns darauf, euch auch beim Derby in der kommenden Woche wieder an unserer Seite zu haben!

Text: 2. Mannschaft HCB

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