top of page

Bernburg entscheidet Derby für sich

Post_Heim_MTV.jpg

​

27. Sept. 2026

[5. Spieltag] HC Burgenland vs. SV Anhalt Bernburg 29:32 (13:18)

Der HC Burgenland hat sich im Derby dem SV Anhalt Bernburg mit 29:32 (13:18) geschlagen geben müssen. In einer stimmungsvollen Partie in der Prittitzer Sporthalle erwischten die Gäste vor allem vor der Pause die besseren Phasen und brachten ihren Vorsprung nach dem Seitenwechsel mit der nötigen Souveränität über die Zeit.

Schon vor dem Anwurf war alles für einen echten Derbyabend angerichtet. Rund 20 mitgereiste Anhänger aus Bernburg und die lautstarke Unterstützung der HCB-Fans sorgten über weite Strecken für eine großartige Atmosphäre und einen würdigen Rahmen für das Duell der beiden Sachsen-Anhalt-Vertreter.

Auf dem Feld erwischte Bernburg den besseren Start. Die Gäste gingen schnell mit 3:0 in Führung und zwangen den HCB von Beginn an dazu, einem Rückstand hinterherzulaufen. Die Burgenländer fanden anschließend besser in die Partie und blieben trotz des starken Bernburger Beginns in Schlagdistanz. Beim 7:8 und wenig später beim 10:10 war der Anschluss endgültig hergestellt.

Nach gut 20 Minuten belohnte sich die Mannschaft von Cheftrainer Fabian Kunze schließlich mit dem 11:11-Ausgleich. Was danach folgte, sollte allerdings zur entscheidenden Phase der ersten Halbzeit werden. Während beim HCB offensiv plötzlich kaum noch etwas zusammenlief, spielte Bernburg seine Angriffe geduldig und konsequent zu Ende. Innerhalb weniger Minuten setzten sich die Gäste mit fünf Toren in Folge auf 16:11 ab.

Dieser Lauf war der erste deutliche Bruch im Spiel der Burgenländer. Bis zur Pause gelang es nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Mit einem 13:18 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der HCB verbessert. Die Gastgeber agierten mit mehr Tempo und Konsequenz und kamen durch Treffer von Maximilian Hinz, Paul Zänker und Almir Osmanhodzic innerhalb weniger Minuten auf 17:19 heran. Bernburg reagierte mit einer frühen Auszeit.

Die Gäste ließen sich davon allerdings nicht nachhaltig aus der Ruhe bringen. Immer wenn Burgenland die Chance bekam, den Abstand weiter zu verkürzen, fand der SVA eine Antwort und hielt den HCB auf Distanz.

Fabian Kunze versuchte im weiteren Spielverlauf einiges, um die Partie noch einmal zu drehen. Der HCB agierte phasenweise im Sieben-gegen-Sechs, brachte zwei Kreisläufer gleichzeitig auf die Platte und suchte immer wieder nach neuen Lösungen gegen die Bernburger Defensive. Die Gäste verteidigten die wechselnden Formationen jedoch aufmerksam und konnten sich gleichzeitig auf eine starke Torhüterleistung verlassen.

Bis zum 23:27 nach knapp 49 Minuten blieb Burgenland in Reichweite. Dann folgte der nächste Rückschlag: Nicolas Neumann sah nach einer Abwehraktion die Rote Karte. Den anschließenden Siebenmeter verwandelte Bernburg zum 23:28, kurz darauf erhöhten die Gäste sogar auf 23:29.

Trotzdem gab sich der HCB nicht geschlagen. Angetrieben von den Zuschauern kämpften sich die Burgenländer noch einmal heran. Felix Oelke, Almir Osmanhodzic, Laurenz Kröber und Hannes Rabe sorgten dafür, dass beim 28:30 gut eine Minute vor dem Ende plötzlich doch noch einmal Spannung aufkam.

In einer hektischen Schlussphase mit mehreren technischen Fehlern auf beiden Seiten bewahrte Bernburg letztlich die größere Ruhe. Im Stile einer Spitzenmannschaft nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten und machten mit zwei Treffern in der letzten Minute den Auswärtssieg endgültig perfekt.

Trotz der Niederlage überwog beim HCB anschließend nicht die Enttäuschung. Gegen einen sehr abgeklärten und stabil auftretenden Gegner hatte Burgenland über weite Strecken gezeigt, dass man auch mit einem Spitzenteam der Liga mithalten kann. Entscheidend waren am Ende vor allem einzelne Phasen mit einfachen Fehlern, die Bernburg konsequent bestrafte.

Cheftrainer Fabian Kunze zog deshalb trotz des Ergebnisses ein positives Fazit: „Trotz der Niederlage überwiegt dieses Mal der Stolz auf das Team. Wir haben der vermutlich sichersten Mannschaft der Liga über weite Strecken Paroli geboten. Am Ende haben uns einfache Fehler das Spiel gekostet, bei denen sicherlich auch die fehlende Erfahrung eine Rolle spielt. Unser Dank geht außerdem an die großartige Unterstützung von der Tribüne.“

Text: Michael Lorenz

bottom of page