13. Okt. 2026
[7. Spieltag] HC Burgenland vs. HC Aschersleben 27:28 (13:17)
Es fällt langsam schwer, immer wieder Worte zu finden. Nach den zwei Niederlagen gegen die Top-Teams aus Bernburg und Dresden wollte der HC Burgenland gegen den HC Aschersleben endlich wieder punkten. Endlich den ersten und so immens wichtigen Heimsieg holen. Doch es sollte nicht reichen, mal wieder.
Fangen wir aber nochmal positiv an. Nach anderthalb Jahren Verletzungspause stand am Samstag Tim Bielzer wieder für die erste Männermannschaft in einem Pflichtspiel auf dem Parkett. Auch wenn es noch nicht für sein erstes Tor gereicht hat, zeigte er in der Abwehr sehr starke Akzente und warum er so wichtig für den weiteren Saisonverlauf ist. Er startete zunächst noch von der Bank aus und konnte dort mit ansehen, wie seine Mitspieler gut ins Spiel starteten. In der 5. Minute stellte Hannes Rabe auf 3:1, bis zum 6:7 in der 15. Minute verlief das Spiel auf Augenhöhe.
Danach entwickelte sich das Spiel mehr und mehr in Richtung der Gäste. Fehlender Mut in der Offensive gegen die erfahrene und körperliche Abwehr aus Aschersleben und fehlender Zugriff in der Deckung sorgten dafür, dass die Alligatoren bereits in Halbzeit eins auf fünf Tore absetzten. Zudem fehlte den Burgenländern an dem Tag das benötigte Tempospiel für eigene Treffer, sodass es beim Stand von 13:17 in die Kabine ging.
Auch im zweiten Abschnitt war zunächst von Besserung noch nichts zu spüren, im Gegenteil. Die Gäste bauten ihre Führung bis zur 40. Minute auf sieben Treffern aus, das Debakel drohte. Doch auf einmal rührten Arne Bader und seine Vorderleute in der Deckung Beton an und begannen die zunächst für nicht möglich gehaltene Aufholjagd. Ein wahnsinniger 8:1-Lauf brachte die Kunze-Sieben wieder in Reichweite eines Sieges, doch der letzte nötige Funken wollte nicht überspringen. Zweimal hatte man die Chance wieder in Führung zu gehen, zweimal scheiterte man. Im Gegenzug gelang dem HC Aschersleben noch ein schier unmögliches Tor, das den Albtraumstart somit endgültig besiegelte.
An der Situation ist aktuell nichts schönzureden, das ist Mannschaft und Trainer durchaus bewusst. Bis zum nächsten Spiel ist es noch zwei Wochen hin, dann geht es zum Lokalderby gegen die zweite Mannschaft des SC DHfK Leipzig. Es wird weitergearbeitet, es wird weiter alles für den Erfolg getan. Er wird auch wieder kommen. Wir schaffen das, zusammen. #HCBOlé
Text: Nicolaus Neumann


























